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Stadtwald-Senioren steigen nach Derby-Klatsche ab

Lokalsport: Stadtwald-Senioren steigen nach Derby-Klatsche ab
Von richtiger Übellaune kann bei den Stadtwald-Herren keine Spur sein - für sie war die Regionalliga ein großes Abenteuer. FOTO: Staschik
Hilden/Erkrath. Gegen den Erkrather TC Johannesberg verloren die Herren 60 des TC Stadtwald 0:9 und müssen runter.

Mit einer glatten 0:9-Niederlage gegen den übermächtigen Erkrather Nachbarn TC Johannesberg hatten die Herren 60 des TC Stadtwald in ihrem letzten Medenspiel, wie die Meisterschafspartien im Tennis genannt werden, sportlich nichts zu lachen. Da zugleich der direkte Konkurrent Marienburg beim Tabellenletzten Emschertal gewann, muss der Aufsteiger aus Hilden nach nur einem Jahr sein Abenteuer in der Regionalliga schon wieder beenden und steigt als Vorletzter ab.

Wie für viele Mannschaften in der Liga war der Vizemeister mit seinen Top-Spielern Dan Nemes und Thomas Emmerich eine Nummer zu groß. "Das ist mehr als eine Klasse besser als unser Tennis", gestand Stadtwalds Mannschaftsführer Wolfgang Uebbing nach der Begegnung. Keine vier Stunden brauchten die Erkrather, die neben dem DTB-Ranglistenersten Nemes mit Paul Schulte und Rolf Theissen auch den zweiten und dritten des aktuellen Rankings in seinen Reihen hat, um den Sieg einzufahren. "Es war ein Spiel in bester Atmosphäre", sagte Emmrich zur Begegnung und lobte die Organisation und Gastfreundschaft bei seinem Ex-Club, den er früher als Trainer betreute und zu dem er noch heute eine Bindung hat. So schlägt seine Tochter Manuela für Stadtwald in der Niederrheinliga auf.

Die Hildener mussten am letzten Spieltag ohne ihre beiden Top-Spieler, den Niederländer Martin Koek und den Briten Michael Dawe antreten. Letzterer kämpfte zeitgleich bei den Englischen Meisterschaften um die vorderen Plätze. "Auch mit ihnen hätten wir nicht gewonnen. Aber wir hätten sie gerne zum Abschluss bei uns gehabt", sagte Uebbing, der zwischendurch immer wieder nach dem Ergebnis der Marienburger fragte. "Es wäre mit unseren Mitteln auf jeden Fall eine Überraschung. Trotzdem wollen wir die Klasse halten", beteuerte der 64-Jährige, der den Abstieg nicht in der heutigen Begegnung, sondern in einem der letzten drei Spiele sieht, die hauchdünn mit 4:5 verloren gingen. "Das waren so knappe Ergebnisse. Wäre nur eins von ihnen zu unseren Gunsten ausgegangen, wären wir jetzt sicher in der Liga drin", analysiert er, bevor er das Ergebnis des Konkurrenten mitbekommt. Nur kurz hielt seine Enttäuschung. Denn die Erlebnisse dieser Saison könne ihnen immerhin keiner nehmen.

(erd)
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