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Handball
TBW-Frauen müssen endlich punkten

Handball: TBW-Frauen müssen endlich punkten
Luisa Kieckbusch zählt zu den drittliga-erfahrenen Handballerinnen im TBW-Team. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Neues Spiel, neues Glück: Unverdrossen gehen die Wülfrather Handballerinnen die nächste Begegnung in der Dritten Liga an. In Oldenburg wartet nach der längsten Anreise in dieser Saison eine starke Bundesliga-Reserve auf das Team. Von Birgit Sicker

VfL Oldenburg II - TB Wülfrath (Frauen). Drei Spiele, drei Niederlagen - Aufsteiger TBW zahlte in den ersten Wochen eine Menge Lehrgeld in der Dritten Liga. Für Lars Faßbender kommt das angesichts der angespannten personellen Lage und der Stärke der Auftaktgegner nicht unerwartet. "Wir werden weiter trainieren, geduldig bleiben und versuchen, die Ruhe zu bewahren. Irgendwann werden wir aus dem Vollen schöpfen und dann versuchen, den einen oder anderen Punkt zu holen", erklärt der Wülfrather Trainer. Dabei muss er auch sich selbst in seinem Ehrgeiz zügeln.

Immerhin gibt es Lichtblicke am bislang doch eher düsteren Horizont. Da ist zum einen die kurzfristige Verpflichtung von Rike Büngeler. Die frühere Jugendspielerin des TBW, die später für Mettmann-Sport und den HSV Gräfrath auflief, absolvierte zuletzt für Fortuna Köln noch eine Begegnung in der Nordrheinliga, kehrte aber Anfang Oktober wieder zu ihrem Heimatverein zurück. Büngeler lief erstmals in der Partie gegen den TSV Bayer Leverkusen II auf, erzielte auch zwei Treffer. An der herben 22:38-Abfuhr änderte das natürlich nichts. Doch inzwischen absolvierte sie auch die ersten Trainingseinheiten mit dem TBW-Team - das nährt Faßbenders Zuversicht. "Rike ist vielseitig einsetzbar, kann auch im Rückraum spielen oder auf Außen. Sie soll die Lücken stopfen, wenn Not am Mann ist", erläutert der Trainer seine Vorstellungen. Wohlwissend, dass seine Mannschaft gerade auf den Außenpositionen mehr Zug zum Tor entwickeln muss, um auf Dauer als Kollektiv erfolgreich zu sein.

Mit Daria Blume kehrt zudem eine wurfgewaltige Rückraum-Akteurin in den Drittliga-Kader zurück. Nach der langen Pause aufgrund ihrer Knieoperation fehlt es Blume noch an der Spielpraxis, doch Faßbender setzt auf ihre körperliche Präsenz, die gerade in der Abwehr gefordert ist. "Da wird sie der Mannschaft auf jeden Fall helfen", glaubt Faßbender. Aber auch im Angriff stellt die Linkshänderin eine gute Ergänzung zu Lena Feldstedt dar, die gegen Leverkusen mit acht Treffern beste TBW-Werferin war. Sehnsüchtig wartet der Coach jetzt noch auf die Rückkehr von Nicole Hölters, deren vermeintlicher Haarriss im Hüftknochen sich nun als Schambeinentzündung entpuppte. "In zwei Wochen ist sie wieder dabei", erwartet Faßbender.

Auf dem Papier scheint die Partie in Oldenburg machbar, denn auch die VfL-Reserve ist noch punktlos. Allerdings lieferte sie zuletzt beim Tabellenzweiten 1. FC Köln eine bravouröse Vorstellung, unterlag am Ende lediglich mit 31:34. "Das ist eine ähnlich junge, gut ausgebildeten und schnelle Mannschaft wie Leverkusen", warnt Lars Faßbender. Und das Juniorteam des Bundesligisten Oldenburg ist heiß darauf, am Sonntag (16 Uhr, Sporthalle Wechloy) endlich die ersten Zähler einzufahren. Das wollen die Wülfratherinnen mit aller Macht verhindern. Faßbenders Taktik ist klar: "Wir müssen die leichten, einfachen Fehler abstellen und vorne unsere Chancen nutzen." Denn nur mit einem Erfolgserlebnis macht die lange Heimfahrt wirklich Spaß.

Quelle: RP
 
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