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Radsport
Team ME holt bei der Tour de Maurice das rosa Trikot

Mettmann. Ein Platz unter den Top-Ten der Einzelwertung bleibt den Radsportlern verwehrt, aber Marek Maluszczak siegt in der Master-Wertung. Von Birgit Sicker

Einige hängten noch ein paar Tage Urlaub dran, andere traten direkt den Heimflug an. Für das Team ME war der Abstecher auf die Insel Mauritius in jedem Fall eine Reise wert. Denn auch der zweite Start bei der Tour de Maurice bleibt den Radsportlern dauerhaft in Erinnerung. Auch wenn es in der Gesamtwertung der Rundfahrt nicht so gut wie im vergangenen Jahr lief, als in der Einzelwertung Rang acht zu Buche stand. Auch diesmal wollten die Mettmanner eine Platzierung unter den Top-Ten erreichen, doch bereits die erste Etappe machte den Aktiven einen dicken Strich durch die Rechnung. Es erwischte ausgerechnet Marek Maluszcak, der seine zweite Tour ambitioniert anging. "Im Kreisverkehr ist die ganze Spitze falsch gefahren, die anderen richtig - da ging schon die Post ab", erläuterte er das Malheur, das ihm gleich sieben Minuten Rückstand auf die Führenden einbrachte. "Da war die Gesamtwertung bereits flöten", stellte er nüchtern fest. Deshalb musste er sich diesmal mit Platz zwölf zufrieden geben. Und in der Teamwertung reichte es für die Mettmanner letztlich nur zu Rang sechs, da die guten Ergebnisse von Gabriel Dambowy nicht zum Tragen kamen. Der Nachwuchsfahrer stürzte auf der vorletzten Etappe, zog sich dabei schmerzhafte Schürfwunden zu und trat deshalb gar nicht mehr zur Schlussetappe an. Einen Angriff auf das weiße Trikot des besten jungen Fahrers hatte er sich bereits am ersten Tag abgeschminkt - zu groß war die Konkurrenz im U 23-Feld.

Vor allem die Fahrer aus Südafrika drückten bei der Tour aufs Tempo. "Da waren zwei richtig Gute dabei", lobte Jens Volkmann, der als Betreuer des Mettmanner Teams fungierte. Einige dieser Sportler sammelten bereits Erfahrung bei der Tour de France. Da konnten die Mettmanner nicht mithalten, gleichwohl betonte Volkmann: "An diesen fünf bis sechs Tagen sammelt man mehr Erfahrung als bei jedem Amateurrennen in Deutschland." 96 Teilnehmer gingen die Tour an, letztlich erreichten nur 69 das Ziel. Die Gründe waren vielfältig: gestürzt, verletzt oder krank - und manchmal führte auch das Zeitlimit zum Aussschluss. Gerade auf der Bergetappe mit ein paar längeren Anstiegen. "Wer da den Anschluss verpasst und allein gegen den Wind fahren muss, verliert Minuten", erklärt Volkmann.

Einen tollen Erfolg feierten die Mettmanner aber auch in diesem Jahr. Denn Marek Maluszcak holte das rosa Trikot des besten Masters-Fahrers, also in der Altersklasse 40 plus. Den Grundstein legte der 47-Jährige bereits auf der ersten Etappe, als er den rosa Dress das erste Mal überstreifen durfte. Das Tour-Ziel war damit klar. "Das Trikot wollten wir verteidigen - das hatte dann auch einen höheren Stellenwert, als vielleicht eine Etappe zu gewinnen", unterstreicht Volkmann. Nur einmal wechselte das Leibchen - zum Mettmanner Andreas Seeger. Der durfte in dem grellen Dress die Bergetappe bestreiten. "Ich war ganz froh, dass ich die Königsetappe in meinem eigenen Trikot fahren konnte, das ist nämlich etwas leichter", berichtet Maluszcak mit einem Lachen.

Quelle: RP
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