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Radsport
Tour de Maurice mit versöhnlichem Ende

Mettmann. Der Auftakt des internationalen Amateurrennens mit dem Ausfall des Kapitäns lässt die Hoffnung auf eine Top-Platzierung von Team ME schnell schwinden. Doch es bleiben gute Erfahrungen haften. Von Birgit Sicker

Die Tour de Maurice 2016 war für die Rad-Sportler des Team ME wieder ein besonderes Erlebnis. Auf den einen oder anderen Höhepunkt hätten die Rennfahrer aber sicher gerne verzichtet. Wie zum Beispiel den bösen Sturz von Marek Maluszczak gleich auf der ersten Etappe. Der Kapitän schied mit einem Oberschenkelbruch aus. "Er wurde direkt vor Ort in einer Privatklinik operiert und ist mit den anderen zurückgeflogen", berichtet Jens Volkmann. Für den Vorsitzenden von Team ME war die wichtigste Erkenntnis: "Danach sind die verbliebenen vier noch etwas enger zusammengerückt und haben auch ohne Kapitän eine vernünftige Leistung abgeliefert." Wie zum Beispiel Johannes Willm, der mit Unterstützung seiner Kollegen einige Etappenplatzierungen holte und im Einzelzeitfahren auf Rang zwölf kam.

Gleichwohl mussten die Mettmanner aber auch ihrer Unerfahrenheit Tribut zollen. "Die Jungs waren ohne Kapitän überfordert, haben sich auch etwas verzettelt und die Taktik nicht so umgesetzt, weil sie die Situation nicht richtig einschätzen konnten. Ein Leader hätte die Jungs mehr anleiten können", analysiert Volkmann. Wie zum Beispiel am fünften Tag der Tour de Maurice, als eine "Hammeretappe" auf dem Rennplan stand. Da führten die Mettmanner das Feld über 30 Kilometer allein auf weiter Flur an - und brachen dann hinten raus am Berg jämmerlich ein und vergaben damit eine bessere Platzierung in der Endabrechnung. "Da haben sie ihre Kräfte überschätzt und Lehrgeld gezahlt", sagt Volkmann. Doch der Vorsitzende findet: "Sie müssen auch Erfahrung sammeln und den Horizont erweitern. In den Rennen im nächsten Jahr sind sie schon ein Stückchen weiter."

In der Endabrechnung landete die Mannschaft diesmal auf dem zehnten Platz unter 18 Teams. Bester Mettmanner war Johannes Willm auf Rang zwölf. Zudem winkt bereits die Einladung für die nächste Tour de Maurice. "Die Mannschaft ist positiv aufgefallen, gilt als sympathisch und gut organisiert", erzählt Volker Neumann. 2017 will der Vorsitzende dann eine richtig starke Truppe ins Rennen schicken - und setzt damit die Lizenzsportler im eigenen Verein unter Druck.

Derweil muss sich Marek Maluszczak erst wieder herankämpfen. Was den gebürtigen Polen, der topfit nach Mauritius reiste, besonders ärgerte: "Warum musste das denn gleich auf der ersten Etappe passieren? Ich hätte sonst wenigstens einmal zeigen können, was ich drauf habe."

Quelle: RP
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