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Lokalsport
Trainer-Duo erweckt Unitas aus Dornröschenschlaf

Mettmann. Das neue Gespann auf der Bank ist begeistert von der Stimmung. Nun muss es das Team in Duisburg zeigen. Von Erdinc Özcan-Schulz

OSC Wölfe Rheinhausen - DJK Unitas Haan. Nichts ist beim Oberligisten Unitas Haan von der depressiven Stimmung der vergangenen Wochen zu merken. Wie aus dem Dornröschenschlaf scheint das neue Interims-Trainerduo Stefan Panthel/Christian Schmahl die Gartenstädter geweckt zu haben. Dabei haben die neuen Verantwortlichen auf der Bank noch kein Spiel mit dem Tabellenschlusslicht absolviert und noch keinen Sieg eingefahren. Morgen soll die erste Begegnung unter der Verantwortung der beiden Kumpels absolviert werden. Vergangene Woche kam der Kabelbrand in der Halle an der Adlerstraße dazwischen.

Ob der Abbruch den Haanern entgegen kam oder nicht, konnte Übergangscoach Stefan Panthel gar nicht genau einschätzen. "Natürlich haben wir jetzt noch einmal drei Einheiten mehr hinter uns und konnten noch einiges einstudieren", berichtet das Unitas-Urgestein. Dabei hat der 38-Jährige gar nicht viel am Team oder an dessen Abläufen verändert. "Im Gegenteil, ich musste einiges in meinen Abläufen ändern. Spielanalysen und oberligawürdiges Training vorzubereiten, verlangt schon einiges an Zeit."

Eine ganz wesentliche Rolle scheint dabei die Rückkehr in die heimische Adlerstraße zu spielen. "Es ist schon etwas anderes, wenn man dreimal die Woche in ,seiner' Halle trainieren kann", erklärt Panthel, der natürlich froh ist über die zurückkehrende Sicherheit im Team. Aber auch so versprüht der IT-Manager eine ganz andere Ausstrahlung als sein Vorgänger Ronny Lasch. "Ich will mich nicht damit beschäftigen, wie Ronny die Sachen angegangen ist. Wichtig ist mir, dass wir uns gegenseitig unterstützen um das Beste aus den Spielen herauszuholen. Das Versprechen haben wir uns mit der Mannschaft gegeben. Und das ist sehr positiv", sagt er zur Grundstimmung im Team.

Wie die Truppe den Coach, der ja immerhin mit einigen zusammenspielte, aufgenommen hat, fand Panthel ziemlich professionell. Jetzt gilt es, diese Stimmung in die Partie in Rheinhausen zu transportieren. Der Ex-Bundesligist, der nach der erneuten Neufindung vor der Saison wieder einmal hinter seinen Erwartungen hinterher läuft, kommt nicht zu Ruhe. Vom zu Saisonbeginn gemeinsam gestarteten Ex-Profis "HaDe" Schmitz, immerhin rrfolgreicher Bundesliga-Coach mit Europapokal-Erfolgen und Thomas Molsner, dem routinierten Spieler, ist nur noch Molsner, der auch beim Kreisnachbarn Mettmann-Sport auf der Bank saß, übrig.

Wie so oft in den vergangenen Jahren sorgen die Machtkämpfe im Umfeld der Rheinhausener für mehr Spannung und Schlagzeilen als die Akteure auf der Platte. Das könnte für Unitas die Chance sein, den gelebten Zusammenhalt und die gute Stimmung auch in Punkte umzumünzen. Panthel, der das Zusammenspiel zwischen Mitte, Rückraum Links und dem Kreis als das Herzstück des Wölfe-Spiels ausgeguckt hat, will sein Team dementsprechend auf die Gastgeber vorbereiten. Allerdings wird er auch bei diesem Spiel nicht aktiv mitwirken können, da er einen lange geplanten Skiurlaub antritt. Auch hier lässt er keinen Zweifel daran, dass sein Partner Schmahl und das Team auch ohne ihn zurechtkommen.

Irgendwie kommt auch das positiv und authentisch herüber.

Quelle: RP
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