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Lokalsport
Trainer revolutionieren Frauenhandball

Haan. Andre Wernicke und Marek Walkiewicz gehen mit fusionierten Teams in der Verbandsliga an den Start. Von Klaus Müller

Im Haaner Frauenhandball hat sich in den letzten Wochen eine wohl bahnbrechende Entwicklung vollzogen. Unter der Flagge der neu gegründeten Handballspielgemeinschaft (HSG) Adler Haan treten gleich zwei Teams aus der Gartenstadt in der Verbandsliga der Frauen an. Die erste Mannschaft, die in der Verbandsliga-Gruppe 1 vertreten ist, wird von André Wernicke trainiert, während Marek Walkiewicz für die zweite Mannschaft, die der Verbandsliga-Gruppe 2 zugeteilt wurde, als Übungsleiter verantwortlich sein wird.

"Wir betreten mit dieser Spielgemeinschaft Neuland. Ich bin aber davon überzeugt, dass dies ein zukunftsweisender Schritt für den Frauen-Handball in Haan war, den wir vollzogen haben", erklärt André Warnicke. Über die zukünftige Besetzung der beiden Verbandsliga-Mannschaften möchte sich der bisherige Coach des Haaner TV nicht näher äußern. "Erst Ende Juni beginnt das Vorbereitungsprogramm für die kommende Spielzeit. Dann müssen wir sehen, wie die Kader zusammengestellt werden."

Es gebe dafür verschiedene Modelle, die aber noch nicht abschließend beraten wurden. "Wir müssen die Entwicklung in Ruhe abwarten, um dann eine für alle Beteiligten vertretbare Lösung zu finden", fügt der Coach hinzu. Es sei aber ein Einvernehmen mit den Spielerinnen beider Mannschaften dahingehend erzielt worden, dass niemand gezwungen werden soll, in einer der beiden Verbandsliga-Teams zu spielen. "So etwas führt nur zur Unzufriedenheit und bringt für keinen der Beteiligten etwas", sagt André Wernicke.

Zur neuen Handballspielgemeinschaft gehören insgesamt fünf Teams, die von der Verbandsliga bis hinunter in die Bezirks- oder Kreisliga mit einigen Ambitionen in die kommende Spielzeit gehen. "Wir werden sowohl an der Aderstraße als auch an der Walder Straße trainieren. Wer, wo und wann den Trainings- und Spielbetrieb in den Hallen durchführt, wird gerade mit den zuständigen Stellen geklärt", erläutert Wernicke. "Ich bin recht zuversichtlich, dass durch die HSG die betroffenen Mannschaften über Kader verfügen, die einiges an Qualität aufweisen. Wenn die Teams in der kommenden Saison zusammenwachsen, wird sich über kurz oder lang der Erfolg einstellen", betont der 45-jährige Coach mit einer gehörigen Portion Optimismus. "Mit der ersten Mannschaft streben wir zumindest mittelfristig die Oberliga an", nennt er die Zielvorgabe. Eine große Unbekannte ist für ihn aber die Verbandsliga-Gruppe 1, in der zukünftig die ersten Damen der HSG Adler spielen. "Da sind Mannschaften vertreten, die wir kaum kennen, aber von denen gesagt wird, dass sie über quantitativ und qualitativ gute besetzte Kader verfügen. Da muss ich mir rechtzeitig ein Bild über die Leistungsstäre machen."

Nachdem der B-Lizenz-Inhaber in den vergangen Jahren als Coach der Handballerinnen des HTV den Durchmarsch von der Bezirksliga bis in die Verbandsliga schaffte, hatte er in der Vergangenheit als Trainer auch einiges an Erfolgen im Jugendbereich zu verzeichnen. Daher ist es für ihn wichtig, dass durch starke Jugend-Teams - insbesondere des HTV - für einen guten Unterbau gesorgt sei.

Quelle: RP
 
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