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Triathlon
Triathlon macht Schüler fit

Mettmann. Die Hildener AT freut sich bei ihrer Traditionsveranstaltung über rund 200 Starter und will jetzt die Werbung für die Sportart verstärken. Von Christian Barra

Hilden Im Waldbad nahm der mittlerweile 11. Auflage des Hildener Schülertriathlons ihren Anfang. Neben leistungsorientierten Nachwuchssportlern, die teilweise über 100 Kilometer angereist waren, gingen zahlreiche Jungen und Mädchen aus der Region bei hervorragenden Wetterbedingungen an den Start. So war das Teilnehmerfeld bunt gemischt. "Das ist gleichermaßen ein Spiegelbild unseres Vereinslebens", erklärt Henning von der Ahe, Abteilungsleiter der Hildener Triathleten. "Unser Angebot richtet sich sowohl an ambitionierte Breitensportler, als auch an ehrgeizige Triathleten, die bis zu sechs Mal in der Woche trainieren." Rund 150 Mitglieder, darunter circa 30 Kinder und Jugendliche, nutzen das Angebot der HAT. "Vom regelmäßigen Lauftreff bis hin zur Teilnahme an bundesweiten Wettbewerben ist bei uns alles möglich", betont von der Ahe.

Die Triathlon-Strecke, die zu Fuß, auf dem Rad und natürlich im Wasser zurückgelegt wird, führt quer durch das Hildener Waldbad. Das Besondere daran ist, dass der öffentliche Betrieb nicht etwa pausiert, sondern der Schülertriathlon in den Gesamtablauf integriert wird. Während die einen also den wunderschönen Tag und das letzte Wochenende im Waldbad genossen, zeigten die anderen sportliche Höchstleistungen bei hochsommerlichen Temperaturen. "Es beeindruckt mich in jedem Jahr immer wieder, wie reibungslos das funktioniert", betont von der Ahe, der sich nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den Mitarbeitern des Waldbades für die tolle Kooperation bedankt.

Als die HAT vor elf Jahren mit knapp 100 Sportlern erstmals den Schülertriathlon veranstaltete, erhoffte sich der Klub einen Schub in der Mitgliederwerbung. "Das hat sich aber kaum ausgewirkt. Dennoch sehen wir die Veranstaltung als eine gute Möglichkeit, unseren Sport zu präsentieren und unsere Abteilung vorzustellen", erklärt Renndirektor Wolfgang Döpper, der damals zu den Initiatoren gehörte und die Veranstaltung bis heute federführend mitorganisiert. Einen positiven Effekt hatte vor sechs Jahren die Aufnahme des Hildener Schülertriathlons in den Rheinland-Cup, in dem die Ergebnisse einer ganzen Serie von Veranstaltungen entscheidend für die Jahresgesamtwertung der Nachwuchstriathleten sind. "Das hat unseren Schülertriathlon enorm aufgewertet und die Teilnehmerzahl von einem Jahr auf das andere nahezu verdoppelt", sagt Döpper rückblickend. So vermeldete die HAT jetzt einmal mehr rund 200 Starter, die beispielsweise auch aus Montabaur oder Ahrweiler anreisten.

"Uns ist aber besonders wichtig, dabei nicht den Blick für alle Sportler zu verlieren, die vielleicht nur einmal im Jahr einen Triathlon absolvieren oder nur an Events in ihrer Region teilnehmen möchten", erklärt Henning von der Ahe. Das belegten zahlreiche Meldungen aus Mettmann, Erkrath, Düsseldorf oder Leverkusen. Der Abteilungsleiter freut sich zugleich, dass es mittlerweile einige treue Sponsoren in Hilden gibt, darunter die Stadtwerke, die Sparkasse und Runners Point. "Ohne diese Unterstützung wäre eine Veranstaltung auf diesem Niveau kaum möglich".

Verlassen kann sich von der Ahe in jedem Jahr auf seine eigenen Mitglieder. In Arbeitsgruppen wird der Schülertriathlon organisiert. "Es muss nicht groß gefragt werden. Jeder packt gerne mit an und die meisten wissen schon fast blind, was zu tun ist. Das fluppt einfach", freut sich von der Ahe über fast 50 ehrenamtliche Helfer, die als Streckenposten, beim Wertmarkenverkauf oder an der Zeitnahme wieder für den reibungslosen Ablauf des Schülertriathlons sorgten. "Wir könnten die Teilnehmerzahl problemlos noch um 50 steigern", sagt er. Und ergänzt: "Am liebsten natürlich mit Hildener Kindern."

Dazu will der Verein in den kommenden Monaten Kooperationen mit Schulen aufbauen, zum Beispiel als Teil des Sportunterrichts oder um interessierte Schüler auf ihren ersten Triathlon vorzubereiten. So wie den elfjährigen Tim, der vor anderthalb Jahren über seine Schwester Sarah den Weg zur HAT fand. Mittlerweile ist die gesamte Familie mit dem Triathlon-Virus infiziert und belegte beim abschließenden Staffellauf am Samstag Rang drei. Während beim Vater vor allem der Spaß im Vordergrund steht, geht seine Mutter erfolgreich im Regionalliga-Team an den Start. Und Tim durfte sich in seiner Altersklasse sogar über einen hervorragenden zweiten Platz freuen.

Quelle: RP
 
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