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Volleyball
Trotz Karneval halten Volleyballer die Konzentration hoch

Mettmann. Die Hildener AT tritt mit einem dezimierten Kader zur Verbandsliga-Partie in Bedburg-Hau an. Ein Sieg wäre für das Schlusslicht ein Traum. Der Teamgeist soll Berge versetzen. Von Elmar Rump

SV Bedburg-Hau - Hildener AT. Wenn andere Sportler möglicherweise schon Karneval feiern, geht es für die Verbandsliga-Volleyballer der HAT südlich von Kleve um wichtige Punkte im Kampf gegen den drohenden Abstieg. Die Partie beim Tabellenvierten, der zuletzt bei TuB Bocholt III mit 1:3 unterlag, beginnt um 19 Uhr.

Bis vor zwei Wochen zählten die Bocholter noch zum erweiterten Kreis der Mannschaften, die sich in Richtung Relegationsplatz orientieren mussten. Mit den Siegen bei der SG Solingen/Langenfeld und eben dem Erfolg gegen Bedburg ist dieses Thema vom Tisch. Fünf Spieltage vor Saisonende stecken nur noch Schlusslicht Hilden und der zwei Punkte besser da stehenden AVC 93 Köln im Abstiegskampf. Aktuell steigt das Team von Jahan Ketabchy in die Landesliga ab und Köln spielt in der Relegationsrunde um den Klassenerhalt.

In eigener Halle unterlag die HAT im vergangenen Oktober dem SV mit 1:3. Allerdings waren seinerzeit die Bedburger Spitzenreiter Wipperfürth noch dicht auf den Fersen. Derzeit stehen die Gastgeber auf Rang vier, ohne in das von Wipperfürth (30 Punkte) und Verfolger AVC 93 Köln II (28) geprägte Aufstiegsrennen noch eingreifen zu können. Aber all das ist für die Hildener eher zweitrangig. Es gilt heute in Bedburg eine ordentliche Leistung abzuliefern.

"Im Hinspiel haben wir nach einem 0:2-Rückstand den dritten Satz für uns entschieden, aber dann nicht mehr nachlegen können", erinnert sich Jahan Ketabchy. Vor dem Rückspiel hat der HAT-Coach personelle Sorgen, weil allein gegenüber der letzten 1:3-Heimniederlage gegen die SG TSG Solingen/SG Langenfeld in Oliver Hüllenkremer, der ohnehin nur in dieser einen Partie aushelfen wollte, Alex Schmidt, Christian Kunz und Götz Fellrath vier Spieler fehlen. Dazu ist erneut der vor neun Tagen Vater gewordene Libero Thorsten Drach nicht im Kader, dessen Position im Bedarfsfall der Trainer selbst einnehmen wird. Hüllenkremers Aufgabe im Aufbau übernimmt wieder der junge Freddy Schmidt, der vor Wochenfrist zu spät zum Spiel erschien und bei seinem Kurzeinsatz keine glückliche Figur machte.

"Der Karnevalssamstag ist natürlich kein guter Spieltermin. Wir haben kaum Wechselmöglichkeiten, müssen schauen, dass wir uns die Kräfte einteilen. Mal sehen, mit welchen Personal Bedburg aufläuft", sagt Ketabchy und ergänzt: "Selbst wenn wir Außenseiter sind und in den vergangenen Monaten nicht alles nach Plan verlief, muss sich die Mannschaft gegenseitig vertrauen und dadurch mentale Stärke entwickeln. Gerade der teaminterne Zusammenhalt ist wichtig, um Erfolg zu haben." Vorangehen müssen da besonders die erfahrenen Cracks wie die beiden Außenangreifer Adrian Schoben und Guido Baum. Schoben (40) stellte in der Zwischenzeit sein Amt als Kapitän zur Verfügung, um sich bis zum Saisonende ganz auf seine Aufgabe als Spieler zu konzentrieren. Nachfolger als Spielführer ist Mittelangreifer Thomas Neumann, der bei seinem Debüt natürlich am liebsten mit einem Sieg starten würde. Noch einmal Jahn Ketabchy: "Unser Saisonziel bleibt der Relegationsplatz. Den wollen wir unbedingt erreichen. Ein Sieg in Bedburg ist dazu nicht zwingend nötig, aber ein gutes Ergebnis dort wäre positiv für die Einstellung der Mannschaft in den noch ausstehenden vier Begegnungen."

Quelle: RP
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