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Basketball
TuS 96 ist im Pokal Außenseiter

Mettmann. Sonntagabend empfangen die Hildener Basketballer in der zweiten Runde des WBV-Pokals die BSG Grevenbroich, die eine Klasse höher in der 1. Regionalliga spielt. Die Gastgeber wollen sich möglichst gut verkaufen. Von Elmar Rump

TuS Hilden - BSG Grevenbroich. Es scheint auf den ersten Blick eine leichte Aufgabe, die die in der 1. Regionalliga um Meisterschaftspunkte kämpfenden Gäste zu lösen haben. Zu einer für die Basketballer selbst, aber auch für die Fans nicht gerade optimalen Zeit. Spielbeginn ist am morgigen Sonntag nämlich erst um 19 Uhr in der Stadtwerke Arena.

Mehr Außenseiter als es die Hildener sind, die sich in der ersten Runde gegen Bezirksligavertreter TSV Hochdahl mit 90:71 behaupteten, geht wohl nicht. Die drei ersten Punktspiele in der 2. Regionalliga gingen allesamt verloren, wenn auch dem jüngsten 71:74 gegen die SG Sechtem, Absteiger aus der 1. Regionalliga, eine sehr beachtliche Leistung vorausging.

"Wir freuen uns auf einen zweifellos attraktiven Pokalgegner. Für uns ist das nach dem missglückten Start in die Punkterunde eine gute Gelegenheit, uns weiter einzuspielen. Da haben wir nach der Vorbereitung mit zu wenig Wettkampfpraxis auf jeden Fall Nachholbedarf. Natürlich sind wir krasser Außenseiter. Aber wir werden die Partie nicht schon vorher wegschenken, sondern versuchen, Grevenbroich alles abzuverlangen", betont Cem Karal. Der TuS-Trainer ist in diesen Tagen durch eine Bronchitis gesundheitlich angeschlagen. Heißt im Klartext: Die Übungseinheiten in dieser Woche leitete Co-Trainer Jörg Holtz, der auch am Sonntag das Sagen auf der Bank hat. Die ist, ähnlich wie vor Wochenfrist, nur knapp besetzt. Der Ausfall von Karal wird, wenn auch auf einer völlig anderen Position, durch die Rückkehr von Center Hendrik Merckens kompensiert. Weiterhin fehlen Dominik Polynice, Michael Mulde und Burak Battal.

Die BSG Grevenbroich ist für die Hildener nur schwer einzuschätzen. Kein Wunder, schließlich spielen die "Elephants" schon seit einigen Jahren auf einer höheren sportlichen Basketball-Ebene. Aktuell nimmt das Team von Trainer/Manager Hartmut Oehmen in der 1. Regionalliga den vierten Platz ein - nach drei Auftaktsiegen und der 84:104-Niederlage vergangenen Sonntag gegen Spitzenreiter WWW Baskets Münster. Fakt ist: Die größere individuelle Qualität ist das eindeutige Plus der Linksrheinischen.

Bereits nach der Sechtem-Niederlage sagte Hildens Zugang Andreas Samus im Hinblick auf das Pokalmatch: "Das ist schon eine Herausforderung, gegen einen höherklassigen Klub anzutreten. Wir alle haben nach der bescheidenen Vorbereitung spielerisch und von der Kraft her noch Luft nach oben. Die individuelle Klasse der Grevenbroicher können wir nur mit einer kompakten Teamleistung ausgleichen. So etwa wie heute, da hat jeder alles gegeben." Der Flügelspieler, sowohl gegen Münstereifel als auch gegen Sechtem bester Werfer des TuS, spielte zuletzt bei Maccabi Frankfurt ebenfalls in der 2. Regionalliga. Vor seinem Aufenthalt in den USA, aktiver College-Basketball eingeschlossen, lief der 29-Jährige unter anderem für Capone Düsseldorf und später in Schwelm auf. Jetzt will Samus dem TuS mit seiner Erfahrung weiterhelfen, wobei das sportliche Ziel, zumindest derzeit, nur Klassenerhalt lauten kann.

Quelle: RP
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