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TuS Hilden verkauft sich trotz Pokalaus gut

Basketball: TuS Hilden verkauft sich trotz Pokalaus gut
Hendrik Merckens hatte unter dem Korb einen schweren Stand. FOTO: Staschik
Mettmann. Die Basketballer aus der 2. Regionalliga halten zumindest in zwei Vierteln gegen die klassenhöhere BSG Grevenbroich mit. Von Birgit Sicker

TuS Hilden - BSG Grevenbroich 60:94 (32:54). Die Doppelbelastung in Meisterschaft und Pokal steckten die Grevenbroicher locker weg. In der 1. Regionalliga hatte der Tabellendritte am Samstagabend gegen Schlusslicht DJK Adler Frintrop allerdings mehr Mühe, als Trainer Hartmut Oehmen wohl lieb war. In einer stets engen Partie behielte er am Ende lediglich mit 68:64 die Oberhand. Wesentlich deutlicher fiel dagegen die Niederlage aus, die sich die Hildener Basketballer, die in der 2. Regionalliga auf Korbjagd gehen, einhandelten. Letztlich dokumentierte der 34Punkte-Abstand den tatsächlich vorhandenen Klassenunterschied. Dabei verzichteten die Grevenbroicher auf den am Knie verletzten Raed Mostafa. Und Coach Oehmen wechselte munter durch, um allen Spielern nach dem schwachen Auftritt gegen Frintrop Gelegenheit zur Frustbewältigung zu geben. Das gelang jedoch nicht in allen Vierteln der Pokalbegegnung, denn die Hildener hielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut dagegen. "Wir hatten diesmal eine ganz andere Einstellung und haben etwas mehr Teamgeist gezeigt", fand Jörg Holtz, der Coach Cem Karal (Bronchitis) vertrat. Der Co-Trainer (Erkältung) gönnte sich selbst ebenfalls nur einen Kurzeinsatz. "Mehr war nicht drin", sagte Holtz, der zu den erfahrenen Akteuren im TuSTeam zählt.

Im ersten Viertel versuchten die Gastgeber, die Grevenbroicher mit einer Mischung aus Zonen- und Manndeckung in Schach zu halten. Das Unterfangen gelang nicht ganz, auch wenn Holtz feststellte: "Sie haben einige Zeit gebraucht, bis sie ihren Wurf gefunden haben." Aber auch so zogen die Gäste in den ersten fünf Minuten bereits auf 18:4 davon, versenkten gleich zu Beginn vier Dreier - ein klares Signal. Danach kamen die Hildener jedoch besser ins Spiel und verkürzten den Abstand Ende des Viertels auf 19:25.

Im zweiten Durchgang sorgte die Mannschaft von Hartmut Oehmen dann schnell für klare Verhältnisse. "Da haben wir nicht den richtigen Zugriff bekommen", analysierte Holtz. Mit einem Zwischenspurt bauten die Elephants ihre 42:32-Führung (18.) innerhalb von zwei Minuten auf 54:32 aus.

Im Gefühl des sicheren Sieges ließ der Erstregionalligist danach die Zügel etwas schleifen. Und die TuS-Basketballer nutzten die Gelegenheit, um etwas Ergebniskosmetik zu betreiben. "Da haben wir defensiv gute Arbeit geleistet und als Team gut gespielt", erklärte Holtz. Vor allem Andreas Samus setzte in dieser Phase offensive Akzente, erzielte 14 seiner insgesamt 24 Punkte. "Wir konnten die Partie etwas offener halten und attraktiver gestalten. Für uns war das eine Art Trainingsspiel auf hohem Niveau, das allen viel Spaß gemacht hat", erläuterte Holtz. Der Co-Trainer lobte eigens auch Marten Dahlhaus für eine starke Vorstellung. Seine Aufgabe: Gemeinsam mit Mattheus Kondraciewicz die Kreise des Amerikaners im BSG-Team einzuengen. Der Lohn für den engagierten Auftritt in diesen zehn Minuten: Die Hildener entschieden das Viertel mit 22:16 für sich.

Der enorme Kräfteverschleiß rächte sich im letzten Abschnitt. bis zum 60:80 hielten die Gastgeber das Ergebnis noch in einem erträglichen Rahmen. Danach hatten die TuS-Basketballer aber nichts mehr zuzusetzen - und die Grevenbroicher legten in den letzten sechs Minuten einen 14:0-Lauf hin. "Da hat sich deren ganze Klasse gezeigt", unterstrich Holtz. Trotz der klaren Niederlage in der zweiten Runde des WBV-Pokals blickt der Co-Trainer aber zuversichtlich nach vorne. Denn mit Cem Karal, Michael Mulde (Urlaub) und Dominik Polynice fehlten wichtige Kräfte. In der Herbstferienpause will das Team nun weiter an der Fitness arbeiten.

Quelle: RP
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