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Lokalsport
TV Kalkum-Wittlaer setzt verstärkt auf junge Kräfte

Mettmann. Fußball-Oberligist versucht, den Klassenerhalt schaffen und einen Kader für die Zukunft zusammenzustellen. Von Christoph Zabkar

Gerade für junge Fußballer gestaltet sich der Übergang von den Junioren- in die Seniorenklassen nicht immer leicht. Manche müssen sich erst langsam gewöhnen, warten geduldig auf ihre Chance und vermissen am Ende dennoch das Vertrauen ihrer Trainer. Anders wirken die Gegebenheiten beim TV Kalkum-Wittlaer. Der Düsseldorfer Oberligist entwickelt sich zunehmend zu einer beliebten Anlaufstelle für die nächste Spielergeneration.

Diese Tendenz war bereits zu Beginn der Saison erkennbar, als der 19-jährige Merveil Tekadiamona, trotz eines lukrativen Angebots des KFC Uerdingen lieber dem Verein im Düsseldorfer Norden zusagte. Schließlich glaubte der frühere Torjäger aus der A-Jugend des BV 04, dort schneller den nächsten Schritt ins einer Fußballkarriere zu packen. Zwar lässt sich nicht beurteilen, ob Tekadiomona beim KFC eine andere Entwicklung genommen hätte, aber mit seiner Einsatzzeit dürfte der Angreifer höchst zufrieden sein. 15 von 18 Begegnungen spielte der Stürmer über die volle Distanz.

Einerseits war dies zunächst der Verletzung des Stammangreifers Christian Schuh geschuldet, doch auch die Gebrüder Ryboth, die ebenfalls vom BV 04 zum TVKW wechselten sowie der aus der A-Jugend des 1. FC Mönchengladbach stammende Johannes Brors durften sich in aller Regelmäßigkeit empfehlen. Eine solche Entwicklung weckt das Interesse weiterer junger Talente, die sich ebenfalls mehr Einsatzzeiten erhoffen. Zu Beginn der Wintertransferperiode unterschrieb Tom Hirsch (19, Wuppertaler SV) beim Liga-Vorletzten, und auch Kevin Joao Lobato (20, Turu) entschied sich für den Klub trotz der schwierigen Tabellensituation.

In der vergangenen Woche durfte Trainer Giuseppe Montalto bereits die nächsten ambitionierten Zugänge begrüßen. So werden ab sofort David Baffour (19, RWO II) sowie Ex-SC-West-Spieler Wesley Wronski (22) am Konkurrenzkampf um die Startplätze im Mittelfeld teilnehmen. Baffour war in der Jugend von Bayer Leverkusen und SF Baumberg ausgebildet worden. Kam er damals noch defensiv zum Einsatz, so plant Montalto mit ihm jetzt den Durchbruch in der Offensive: "David besitzt eine unheimliche Schnelligkeit und ist gut am Ball, ist dynamisch und hält vor dem Tor den Kopf oben - ich bin gespannt wie er sich entwickelt." Bei Wronski, der zuletzt bei einem Amsterdamer Verein aktiv war, steht hingegen noch die Wechsel-Freigabe aus.

Die Marschroute des TV Kalkum-Wittlaer scheint somit klar: Mit jungen und hungrigen Spielern soll der Klassenerhalt geschafft und das Gerüst der Zukunft gebaut werden. Bleibt nur die Frage, wie schnell sich die neuen Hoffnungsträger an die härtere Gangart im Seniorenfußball gewöhnen.

Quelle: RP
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