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Handball
Unitas braucht einen Befreiungsschlag

Mettmann. Die Haaner Handballer wollen beim bislang noch punktlosen TV Krefeld-Oppum den zweiten Saisonsieg einfahren. Allerdings läuft es in der dezimierten Truppe noch nicht rund. Doch auch die Gastgeber haben personelle Probleme. Von Birgit Sicker

TV Krefeld-Oppum - DJK Unitas Haan. Vergangenen Samstag stand den Unitas-Handballern die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben. Denn nach einer tollen ersten Halbzeit bauten die Haaner im Duell gegen den MTV Dinslaken nach der Pause immer mehr ab und kassierten bereits die zweite Heimniederlage in dieser Saison. "Am Ende lief gar nichts mehr. Wir haben einfach viel verworfen - da war jeder mal an der Reihe. Eine Erklärung habe ich dafür nicht", gestand Moritz Blau nach einer desolaten Schlussphase. Der Mannschaftsführer fügte, fast ein wenig resignierend, noch hinzu: "Jeder will ja."

Neues Spiel, neues Glück: Jetzt wollen die Haaner ihren Kampfgeist beim TV Krefeld-Oppum demonstrieren. Ein Kontrahent, der noch gar keinen Zähler auf dem Konto hat und damit für die Unitas wie geschaffen scheint, die notwendige Wiedergutmachung zu leisten. Allerdings tut sich das Team von Jurek Tomasik nach wie vor schwer, den richtigen Rhythmus zu finden. Immer wieder erschweren Ausfälle einen geregelten Trainingsbetrieb. Und dann fällt mit Dawid Rosiak (Knieprobleme) auch noch ein wurfgewaltiger Rückraum-Akteur aus. Nicht minder schwer wiegt in diesen Tagen das Fehlen des verletzten Anthony Pistolesi. Der Routinier führte die Haaner Truppe vor zwei Wochen zum Sieg beim TV Angermund und damit zu den beiden einzigen Punkten nach drei Spieltagen.

Weil die Abläufe immer noch nicht fließend waren, absolvierten die Oberliga-Handballer in dieser Woche ein Testspiel gegen einen Landesligisten. "Da haben wir uns ganz gut verkauft", fand Jurek Tomasik. In Krefeld will der Unitas-Coach aus der Not eine Tugend machen und "ein bisschen rotieren". Für den Trainerfuchs ist angesichts der späten Zusammenstellung des Oberliga-Kaders klar: "Im Moment müssen wir kleine Brötchen backen." Dennoch schickt Tomasik gleich eine Kampfansage hinterher: "Chancenlos sind wir nicht. Wir müssen diszipliniert agieren und unsere Möglichkeiten nutzen." Oder anders ausgedrückt: Die individuelle Stärke der Haaner muss durch eine große Portion Teamgeist das wichtige Sahnehäubchen bekommen.

Dabei sieht Tomasik den Gegner am Sonntag (12 Uhr, Halle Scharfstraße) nach drei Niederlagen in Folge stärker unter Druck. Zumal die Oppumer personelle Sorgen haben. Fabian Bednarzik fällt weiterhin aus, dazu steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Spielmacher Matthias Opper (Leistenprobleme) und Jan Walsch (Fußverletzung). Dennoch versprüht Ljubomir Cutura Zuversicht. "Mit der Leistung wie gegen Wesel können wir auch ohne Matthias und Jan gegen Haan gut spielen", betont der Krefelder Trainer. Denn sein Team unterlag am vergangenen Wochenende nur knapp mit 26:28.

Die Einstellung der Gastgeber stimmt in jedem Fall. "Meine Jungs werden alles geben", kündigt Cutura an. Weil aber auch die Unitas-Handballer in ihrer jetzigen Situation vornehmlich auf die Tugend Kampfgeist setzen, dürfen sich die Zuschauer auf einen spannenden Schlagabtausch freuen. Ein Sieg ist für beide Kontrahenten enorm wichtig, denn mit einem Erfolgserlebnis lässt sich die Herbstferienpause einfach besser genießen.

Quelle: RP
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