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Handball
Unitas droht den Anschluss zu verlieren

Handball: Unitas droht den Anschluss zu verlieren
Acht-Tore-Mann: Rückraumspieler Lars Krüger (mit Ball) war der beste Haaner Werfer, konnte die Niederlage aber auch nicht verhindern. FOTO: Olaf Staschik
Haan. Der Handball-Oberligist hängt nach der 28:38-Pleite in Königshof auf dem letzten Tabellenplatz fest. Von Erdinc Özcan-Schulz

Der Handball-Oberligist Unitas Haan hatte sich mehr ausgerechnet - nämlich eine Chance, seine Situation in der Tabelle etwas zu verbessern. Aber nach dem 28:38 (16:16) bei der DJK Adler Königshof muss der Tabellenletzte sogar befürchten, dass der Abstand wächst. Die Unitas (4:16 Punkte) ist jetzt an zwei Wochenenden hintereinander spielfrei und erst am 12. Dezember (19.15 Uhr) beim TSV Aufderhöhe wieder im Einsatz.

Trainer Ronny Lasch und sein Team schienen nach der ersten Halbzeit (16:16) auf dem richtigen Weg zu sein. Zwei Mal kämpften sie sich nach einem Rückstand 12./6:10, 24./12:15) wieder heran. Dafür musste Torhüter Ruben Heinrichsdorff allerdings neben zwei Strafwürfen mehrere Tempogegenstöße der Adler entschärfen. Auf der anderen Seite verhinderte die eigene Quote, dass Haan selbst in Führung gehen konnte.

Wer genauer hinschaute, bemerkte bereits zu diesem Zeitpunkt ein sehr einseitiges Wurfbild hatten. Obwohl Adler-Keeper Nils Thorben Schmidt bei flachen Bällen besonders stark ist, warfen die Rückraumwerfer der Unitas immer nach unten. "Das ist unserem aktuellen Trainingsbedingungen geschuldet", sagte Lasch, der sich in diesem Punkt vor seine Mannschaft stellte; "Das hört sich doof an, aber es ist die ungewohnte Situation gegenüber den Übungseinheiten. Wenn sie die Bälle hoch ansetzten, ging der Ball teilweise an die Hallendecke." Seit Monaten müssen die Haaner, denen die Halle Adlerstraße wegen der Flüchtlingsunterbringung nicht mehr zu Verfügung steht, ganz ohne Harz trainieren. Erst in den Meisterschaftsspielen dürfen sie den Klever benutzen.

Das hatte Königshofs Trainer Dirk Wolf erkannt - und seine Maßnahme, mit einer defensiveren Deckung zu agieren, zwang die Gäste zu Würfen aus der zweiten Reihe - die Adler-Keeper Schmidt für Paraden nutzte, um dann Gegenstöße einzuleiten. Auf diese Art war die zweite Halbzeit rasch abgehakt. Beim 21:32 (43.) lagen die Gäste hoch hinten - die Entscheidung. "Das ist das Einzige, was ich meinem Team vorwerfe, dass sie in diesen 13 Minuten keine Gegenwehr zeigten", betonte Lasch, der die Unitas dennoch nicht zu hart kritisieren wollte: "Du kannst nicht wie ein Bezirksligist trainieren und die Ansprüche der Nordrheinliga haben."

Trotz der aktuell widrigen Umstände will der Coach im Jahres-Endspurt das beste mögliche Ergebnis erzielen. In Aufderhöhe (12. Dezember) und gegen die SG Langenfeld (20. Dezember) warten zwei Duelle mit Nachbarn. "Da können wir kurz vor Weihnachten viel verlieren - aber auch viel gewinnen", sagt der Unitas-Coach.

Unitas Haan: Heinrichsdorff, Graedtke - Metz, Sorgnit (3), Mühlenhaupt (2), Schmalbruch (1), Krüger (8), Klasmann (1), Obermeier, Kreisköther (6), Verholen (4), Billen (2), Rosiak(2).

Quelle: RP
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