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Handball
Unitas erlebt zum Auftakt ein Déjà-vu

Djk. Am ersten Spieltag in der Handball-Oberliga ziehen die Haaner ausgerechnet gegen Aufsteiger VfB Homberg den Kürzeren. Das Team von Ronny Lasch leistete ich im Laufe der Heimpartie einfach zu viele technische Fehler. Von Birgit Sicker

Unitas Haan - VfB Homberg 33:39 (15:21). In der vergangenen Saison schnupperten die Unitas-Handballer noch an einem Sieg zum Oberliga-Auftakt, letztlich hatte die SG Langenfeld in eigener Halle knapp die Nase vorn. Diesmal aber waren die Haaner in den Schlussminuten weit entfernt von einem Erfolg - und das ausgerechnet in der Heimpartie gegen den Aufsteiger VfB Homberg. Während der Klassenneuling nach dem Abpfiff aus vollem Herzen jubelte, schlich die Mannschaft von Ronny Lasch überwiegend mit gesenkten Häuptern übers Feld. Einzig Stephan Verholen durfte sich über eine gelungene Premiere im Unitas-Trikot freuen. "Für mich persönlich war es ein sehr guter Einstand", stellte der Kreisläufer mit einem strahlenden Gesicht fest. Immerhin erzielte der 29-Jährige neun Tore, war damit bester Werfer der Gastgeber. Gleichwohl wurmte die Niederlage. "Uns fehlt es noch etwas an Erfahrung", erklärte Verholen und fügte hinzu: "Wir müssen jetzt ganz schnell aus unseren Fehlern lernen."

Dabei erwischten die Hausherren einen Start nach Maß. Vor rund 300 Zuschauern gingen sie durch Treffer von Lars Krüger (2), Marcel Obermeier und Monty Kreisköther schnell mit 4:1 in Führung. Aber die Homberger ließen sich nicht abschütteln. Mirko Szymanowicz, Tobias Reich (2) und Marco Hofmeister glichen wenig später zum 4:4 aus. Doch die Unitas behielt zunächst die Oberhand, führte mit 11:7 (15.), als VfB-Trainer Rüdiger Winter seine erste Auszeit nahm. Kurz danach verkürzten die Homberger auf 11:12 (20.) - und erstmals hatte Ronny Lasch Redebedarf. Der Unitas-Coach konnte damit aber nicht verhindern, dass sein Team nach und nach den Faden verlor. Marius Brunotte brachte den Aufsteiger das erste Mal mit 15:14 (25.) in Front. Lars Klasmann egalisierte noch einmal zum 15:15, in der Folge ging es aber für seine Farben gänzlich bergab. Mit sechs Toren hintereinander setzten sich die Homberger bis zur Pause auf 21:15 ab - Sekunden vor dem Pfiff traf Tobias Reich sogar fast von der Mittellinie.

20 Sekunden nach dem Wiederanpfiff verkürzte Stephan Verholen auf 16:21 - es war nur ein Strohfeuer. Denn danach hielten die Homberger ihren Vorsprung konstant, profitierten dabei auch von vielen Fehlpässen des Haaner Rückraums im Spielaufbau, die zu erfolgreichen Tempogegenstößen führten. Ronny Lasch brachte mit Alexander Metz und Philip Schmalbuch frische Kräfte, doch für eine Wende reichte das angesichts der vielen technischen Fehler nicht. Auch wenn Verholen zwischenzeitlich den Abstand auf 29:32 (53.) verringerte. Letztlich spazierten die Homberger immer wieder locker durch die Haaner Abwehrreihen. Und sie hatten in Tobias Reich einen Mann, der an diesem Abend mit 17 Toren, darunter fünf Siebenmeter, ganz klar den Unterschied ausmachte.

Erst drei Minuten vor dem Ende nahm Lasch noch einmal eine Auszeit. Die offene Manndeckung in der Schlussphase brachte wenig ein, weil das VfB-Team im Duell Eins-gegen-eins einfach cleverer war. "Weil sie ohne Harz trainieren müssen, fehlt den Jungs die Sicherheit", sagt Lasch. Ob es wirklich daran liegt?

Quelle: RP
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