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Lokalsport
Unitas Haan enttäuscht im "Heimspiel"

Mettmann. Die Mannschaft von Trainer Dasko Bilanovic unterliegt am Bandsbusch dem ART Düsseldorf mit 23:27.

Unitas Haan - ART Düsseldorf 23:27 (11:11). (erd) Die Leidenszeit der Handballer von Unitas Haan geht weiter. Trotz deutlicher Leistungssteigerung gegenüber der Pleite der Vorwoche, standen die Gartenstädter nach langem Kampf mit leeren Händen da. Die Enttäuschung stand Unitas-Coach Ronny Lasch deutlich im Gesicht geschrieben. "Wir hatten uns sehr viel vorgenommen und waren auf einem guten Weg, uns dafür auch endlich mal zu belohnen", erklärte der Übungsleiter sichtlich betroffen. Dem 32-Jährigen ist bewusst, dass die Diskussionen (auch um seine Person) nach solchen Ergebnissen nicht geringer werden. "Wir müssen es hinbekommen, ein Spiel zu gewinnen. Der Rest kommt von alleine. Ich hoffe nur, dass der Vorstand und der Vorsitzende uns in Ruhe weiter arbeiten lassen", sagt Lasch, der um Geduld wirbt. "Der Trainer steht überhaupt nicht zur Diskussion", betont Unitas-Chef Martin Blau, der sich mit seinen Mitstreitern den Kopf zerbricht, was man ändern muss, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen. "Mir fällt gerade nichts ein, wie man der Mannschaft neue Impulse geben kann, aber der Trainer ist der Letzte, den wir austauschen werden", beteuert er und gibt Lasch Rückendeckung. Der engagierte Vorsitzende gibt aber auch zu, ratlos zu sein.

Dabei war der Befreiungsschlag für die grün-weiße Auswahl nach einem ausgeglichenen ersten Durchgang und deutlicher Führung zu Beginn der zweiten Halbzeit zum Greifen nahe. Die 130 Zuschauer, die den Weg nach Hilden gemacht hatten, waren frohen Mutes, als es mit 11:11 in die Pause ging. Nach dem Wiederanpfiff schienen die ohne Moritz Blau (Muskelfaserriss) auflaufenden Haaner den Bann endlich brechen zu können. Mit der 16:11-Führung (37.) zwangen sie den Düsseldorfer Coach Dasko Bilanovic zu einem schnellen Gebrauch einer Auszeit. Damit schaffte es der Gästetrainer, zumindest den Lauf des Teams um Lars Krüger zu stoppen. "Trotzdem hatten wir die Partie noch im Griff", erklärte Lasch, der in Folge erlebte, wie seine Mannschaft mehr und mehr mit den jungen Unparteiischen Maximilian Frankholz/Timo Röhrig haderte. Die beiden Schiedsrichtertalente, die zum Jugendbundesligakader des Deutschen Handballbundes gehören, trugen nach Meinung der Unitas-Verantwortlichen, mit ihren strittigen Entscheidungen dazu bei, dass die Mannschaft um den frisch vermählten Philip Schmalbruch völlig aus dem Konzept kam.

So schmolz der Vorsprung über 18:16 (43.) und 21:19 (47.) immer mehr dahin. Zehn torlose Minuten infolge, in denen die Bälle leichtfertig vertändelt, oder unvorbereitet weggeworfen wurden, brachte die Lasch-Auswahl beim 21:26-Rückstand (56.) endgültig auf die Verliererstraße, die sie auch nicht mehr verlassen konnte und mit 23:27 unterlag. Nach dem Abpfiff mussten sich die Spieler von einigen enttäuschten Fans dann mangelhafte Einsatzbereitschaft vorwerfen lassen.

Unitas: Graedtke, Heinrichsdorf (ab der 50. Minute), Goeken (n.e.)- Metz, Sorgnit(2), Mühlenhaupt, Schmalbruch(3), Obermeier(2), Klusemann, Kreisköther(4/2), Krüger(4), Verholen(2), Rosiak (6/1).

Quelle: RP
 
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