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Handball
Unitas-Handballer müssen sich gegen den Favoriten aufrappeln

Haan. Morgen Abend empfangen die Haaner als Vorletzter den Oberliga-Dritten SG Langenfeld zur Spätschicht in der Hildener Bandsbusch-Halle. Von Birgit Sicker

Unitas Haan - SG Langenfeld. Größer könnte der Unterschied zwischen den beiden Lokalrivalen nicht sein. Auf der einen Seite die gastgebende Unitas, die nach einer bislang völlig verkorksten Hinrunde den vorletzten Platz in der Handball-Oberliga einnimmt. Und auf der anderen Seite die SG Langenfeld, die mit bisher sieben Siegen nicht nur Rang drei behauptet, sondern in dieser Woche auch noch einmal mächtig Selbstbewusstsein tankte. Denn nach dem 34:28-Meisterschaftssieg über den Bergischen HC II feierte die Mannschaft von Dennis Werkmeister am Dienstagabend auch noch den Erfolg im Finale des HVN-Pokals. Mit 25:22 hielt die SGL den Klassenkonkurrenten SG OSC Wölfe Rheinhausen in Schach. Und als Sieger des Endspiels nehmen die Langenfelder nun im nächsten Jahr am Deutschen Amateurpokal teil.

Die Unitas-Handballer hingegen müssen sich in diesen Wochen mit einem Platz im Oberliga-Keller begnügen. Und sind damit derzeit weit entfernt von ihrem Ziel, mindestens Rang acht und damit den Aufstieg in die neue Nordrheinliga zu schaffen. Ein Spiegelbild der bisher durchwachsenen Leistungen war der Auftritt beim Tabellennachbarn TSV Aufderhöhe. Nach einer starken ersten Halbzeit schienen die Haaner auf einem guten Weg, endlich den dritten Sieg in dieser Saison einzufahren. Nach der Pause verspielte die Mannschaft von Ronny Lasch aber einen klaren Sieben-Tore-Vorsprung - und war am Ende erleichtert, wenigstens noch ein Remis zu ergattern.

"Natürlich haben wir uns geärgert, aber nach den 60 Minuten waren wir froh, wenigstens einen Punkt geholt zu haben", bestätigt Stefan Graedtke. Der Torhüter sah sich den größten Teil der Begegnung von der Bank an, da Ruben Heinrichsdorff über weite Strecken eine überzeugende Vorstellung zwischen den Pfosten bot. Sicherheit brachte das der Mannschaft allerdings nicht. "In unserer Situation ist jeder Punkt wichtig", betont Graedtke und stellt fest: "Wenn wir jede Woche einen Punkt holen würden, wären wir schon viel weiter."

Warum es in dieser Spielzeit bislang nicht besser läuft? "In der vergangenen Saison haben wir soeben den Abstieg vermieden, jetzt haben wir das Ziel Nordrheinliga - das ist schon ein Quantensprung", stellt Graedtke fest. Und sieht sein Team morgen Abend (19.15 Uhr, Bandbusch-Halle in Hilden) gegen die SG Langenfeld nur in der Außenseiterrolle. "Das ist eine über Jahre eingespielte Truppe, die Top-Leute in ihren Reihen hat", lobt der regionaliga-erfahrene Torhüter den Gegner. Gleichwohl soll es keine Gastgeschenke geben. "Wir wollen versuchen, so lange wie möglich mitzuhalten, um zumindest einen Punkt zu holen. Auf jeden Fall dürfen wir nicht sang -und klanglos untergehen", fordert der 36-Jährige. Nicht mit von der Partie sind allerdings Dawid Rosiak (Hochzeitsreise) und Moritz Blau (Urlaub). Das Problem seiner Mannschaft hat Graedtke längst erkannt: "Wir können zur Zeit ein gewisses Niveau nicht halten. Entweder verpennen wir den Anfang oder wir spielen eine tolle erste Halbzeit und bauen dann ab. Auf diese Weise haben wir schon viele Punkte liegen gelassen." Wie gegen TuSEM Essen II, den Bergischen HC II oder eben den TSV Aufderhöhe.

Quelle: RP
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