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Lokalsport
Unitas setzt auf den Teamgeist

Mettmann. Mit verhaltenem Optimismus gehen die Handballer der DJK Unitas Haan den Oberliga-Start gegen den stark einzuschätzenden Klassenneuling VfB Homberg an. Von Birgit Sicker

DJK Unitas Haan - VfB Homberg. Nach einer intensiven, fast drei Monate währenden Vorbereitung freuen sich die Unitas-Handballer auf den Meisterschaftsauftakt. "Natürlich wollen wir gewinnen", sagt Martin Blau vor der Heimpremiere gegen den VfB Homberg. Doch der Haaner Vorsitzende gesteht: "Im Vorfeld schwimmt man ja immer. In der vergangenen Saison war ich am Anfang so optimistisch, dass ich nachher an meiner Einschätzung gezweifelt habe." Damit spielt der Präses auf die knappe Niederlage gegen die SG Langenfeld an, die den Beginn einer Negativserie einleitete. Nach einer kurzen Denkpause betont Blau jedoch: "Diesmal ist das Gefühl besser." Als Grund nennt er den Kader, der jetzt besser und breiter aufgestellt ist. Und die Harmonie, die in der Mannschaft herrscht. "Die Jungs passen alle gut rein." Dazu verweist Blau auf die gute Vorbereitung, sagt aber auch: "Abgerechnet wird zum Schluss - die Spieler müssen zeigen, dass sie es auch in der Saison drauf haben."

Das Ziel hat der Unitas-Vorstand ebenfalls klar formuliert. "Wir wollen in die Nordrheinliga, brauchen also mindestens Platz acht", unterstreicht Blau. Die neue Klasse, die in der nächsten Saison zwischen Dritter Liga und Oberliga angesiedelt ist, rekrutiert sich dann aus Mannschaften vom Niederrhein und Mittelrhein. An den Haaner Ambitionen lässt Martin Blau also keinen Zweifel, gleichwohl weiß er um die Schwere der Aufgabe. "Viele gute Teams sind in der Oberliga dringeblieben und einige haben sich sehr gut verstärkt."

Ganz so weit voraus blickt Ronny Lasch noch nicht. Der Unitas-Trainer sehnt vielmehr den Start herbei. "Endlich geht es jedes Wochenende um etwas Zählbares", betont er. Denn Freundschaftsspiele bestritt seine Mannschaft in den vergangenen Wochen zur Genüge - am Ende waren es ganze 17. Der Grund: Weil durch Umbaumaßnahmen in der Hildener Waldkaserne die geplante wöchentliche Einheit in der dortigen Halle wegfiel, mussten die Unitas-Handballer ihr Training ins Freie verlegen - und versuchten deshalb, mit den vielen Partien spielerische Defizite auszugleichen. Fünf Tests gingen mit Harzerlaubnis in der Halle an der Adlerstraße über die Bühne. "Ein großer Vorteil", findet Martin Blau. Auch deshalb sieht der Vorsitzende das Team für den Auftakt in der eigenen Heimstätte gut gerüstet.

Mit dem VfB Homberg kommt ein Aufsteiger nach Haan. "Eine undankbare Aufgabe", findet Ronny Lasch. "Die haben nichts zu verlieren und können ohne Druck aufspielen." Zwei Jahre lang arbeiteten die Gäste vergeblich am Sprung in die Oberliga. Dann klappte es mit dem neuen Trainer Rüdiger Winter und einer punktuell verstärkten Mannschaft, die im Kern seit drei Jahren zusammenspielt.

Weil der Kontrahent für Lasch ein unbeschriebenes Blatt ist, probiert er es heute Abend (19 Uhr) mit der erfolgreichen Marschroute der vergangenen Rückrunde. "Wir konzentrieren uns einfach auf unser Spiel und schauen mal, was dabei rauskommt."

Quelle: RP
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