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Lokalsport
Unitas verliert und feuert Trainer

Mettmann. Ronny Lasch wurde nach der Niederlage in Düsseldorf freigestellt.

ART Düsseldorf - Unitas Haan 36:35 (17:18) (erd) Mit der 35:36(18:17)-Niederlage bei der ART Düsseldorf zeigten die Oberliga-Handballer des Unitas-Haan zumindest, dass sie doch etwas mehr drauf haben als ihr Tabellenplatz es aussagt. Doch die Partie rückte Minuten nach dem Abpfiff in den Hintergrund. Denn nach einem kurzen Gespräch stellten Unitas-Chef Martin Blau und sein Vize Achim Görken den zum Saisonende scheidenden Trainer Ronny Lasch mit sofortiger Wirkung frei und entbunden ihn von allen seinen Aufgaben. "Das ist für mich ein Schlag ins Gesicht. Fünf Spieltage vor dem Ende macht man sowas nicht", kommentierte ein sichtlich aufgewühlter Trainer Ronny Lasch die Entlassung.

Gegenüber unserer Zeitung machte Lasch am vergangenen Freitag seinem Frust Luft und erklärte, dass er nicht weiß, wie er eine Mannschaft aufstellen soll, da er neben den verletzten Spielern auch auf drei gesunde Spieler verzichten müsste, damit sie in der Zweiten eingesetzt werden können. Zu viel für den Unitas-Vorstand, der die negative Außendarstellung des Vereins monierte. "Die Vereinsinteressen wurden nicht gewahrt", sagte Blau. Man merkte dem Vereinsvorsitzenden an, wie schwer ihm die Entscheidung gefallen sein muss. "Es ist immer Blöd, solche Gespräche zu führen. Aber in diesem Fall war es leider nicht anders möglich ", beteuerte der Haaner Boss, seine Entscheidung wohl überlegt zu haben.

Denn die Unitas falle nicht wie vom Lasch suggeriert auseinander, sondern sie rücke jetzt erst recht zusammen. Gleichwohl vergisst Blau nicht die Arbeit seines bisherigen Trainers. "Er hat ein schweres Jahr bei uns gehabt. Die Hallenschließungen ließen sicherlich nicht eine vernünftige Durchführung von Leistungshandball zu." Lasch kann mit dem Lob nicht viel anfangen und sieht die Vorwürfe selbstredend anders. "Ich habe nie gegen den Verein gesprochen", betont er. Da scheint das letzte Wort nicht gesprochen zu sein. Für Lasch haben die Gartenstädter mit Stefan Panthel und Christian Schmahl eine interne Lösung gefunden, bevor Jurek Thomasik nach der Saison sein Amt antritt.

Quelle: RP
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