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Lokalsport
VfB 03 setzt sich erst mal kleine Ziele

Mettmann. Das Nahziel des strauchelnden Hildener Fußball-Oberligisten ist ein Remis beim MSV Duisburg II. Trainer Björn Scheffels setzt darauf, dass seine Mannschaft die Räume in der Offensive besser ausnutzt als zuletzt. Von Elmar Rump

MSV Duisburg II - VfB 03 Hilden. "Positiv denken" heißt derzeit die Devise beim Fußball-Oberligisten VfB 03, der mit 26 Zählern den zwölften Rang einnimmt. Was bleibt nach dem 1:5 in Kalkum-Wittlaer und dem 0:2 gegen Bocholt auch anders übrig? Gerade im Rückblick darauf, dass Mannschaft und Fans nach der gelungenen Jahrespremiere, dem 2:1 in Kapellen, aus den zwei anschließenden Begegnungen gut und gerne vier Punkte eingeplant hatten. "Wir waren uns ganz sicher, dass diese Rechnung aufgeht. Aber letztlich haben wir es nicht geschafft. Da müssen wir uns schon an die eigene Nase fassen", betont Fabian Andree.

Daraus folgernd sagt der Spielführer, der nach einer Grippe am Ende der Vorbereitung erst gegen Bocholt seinen ersten Startelf-Einsatz feierte: "Jetzt dürfen wir in Duisburg nicht verlieren. Unser Nahziel ist erst einmal ein Remis, damit wir den MSV weiterhin auf Distanz halten." Um 15 Uhr erfolgt der Anstoß am Sonntag auf der Bezirkssportanlage Westender Straße. Auf die Gäste wartet ein großer Naturrasenplatz. Björn Scheffels sieht darin aber keinen Nachteil für seine Mannschaft. "Klar, der MSV ist es gewohnt, dort zu spielen. Aber auch wir werden uns darauf einstellen, Laufbereitschaft und Kampfgeist in die Waagschale werfen. Anders als gegen Bocholt werden wir bestimmt mehr Freiräume in der Offensive bekommen", sagt der VfB-Trainer. In Pascal Weber und Dennis Lichtenwimmer verfügen die Hildener ja über schnelle Angreifer. "Anderseits sind wir ebenso gefordert, handlungsschnell auf geordnetes Defensivverhalten umzuschalten", betont der 34-jährige Übungsleiter.

Dass die jungen Zebras offensichtlich nicht über die Qualitäten vergangener Spielzeiten verfügen, drückt der aktuelle 14. Platz mit 24 Zählern aus. Dem 0:0 gegen Ratingen 04/19 stehen in 2016 Niederlagen in Hiesfeld (2:3) und bei TuRU 80 (0:1) gegenüber. "Läuferische Qualität und schnelles Umschaltspiel zeichnen das durchweg junge MSV-Team aber immer noch aus. Wir müssen versuchen, die Räume eng machen und die Offensivaktionen über die Außenbahnen weitgehend unter Kontrolle zu bringen. Außerdem weiß man ja nie, welche Spieler aus dem Profikader abgestellt werden", sagt Scheffels, der im ehemaligen WSV-er Kevin Weggen (sieben Tore) die zentrale Anspielstation der Platzherren sieht.

Selbstverständlich hat der Coach trotz der Niederlage positive Erkenntnisse aus dem Bocholt-Spiel gezogen: "Nach der nervösen Anfangsphase haben wir anschließend ordentlich Fußball gespielt. Es fehlte nur an Details. Das 0:1 müssen wir mit konsequenterem Zweikampfverhalten verhindern. Und ich bleibe dabei, wer weiß, wie es gelaufen wäre, wenn wir kurz vor der Halbzeit durch Dennis Lichtenwimmer ausgleichen. Der kämpferische Einsatz war nach dem zähen Beginn in Ordnung. Daran wollen wir anknüpfen und dazu unsere Torchancen besser nutzen." Und wenn wir schon beim positiven Denken sind: Vor elf Monaten siegte der VfB 03 an gleicher Stätte mit 3:2.

Quelle: RP
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