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Lokalsport
VfB 03 steht am Sonntag unter Zugzwang

Mettmann. Nach der frustbehafteten Niederlage beim Oberliga-Spitzenreiter VfR Krefeld-Fischeln wollen die Hildener Fußballer nun dem noch sieglosen Aufsteiger TV Kalkum-Wittlaer die Grenzen aufzeigen. Und bauen dabei auch auf die Fans. Von Birgit Sicker

VfB Hilden - TV Kalkum-Wittlaer. Der Frust am Mittwochabend war groß. Denn beim VfR Krefeld-Fischeln kassierten die Hildener eine unerwartet deutliche Niederlage. Dabei war der Spitzenreiter keineswegs übemächtig, doch die Gastgeber waren irgendwie auch mit Fortuna im Bunde. "Das war eine Katastrophe - das habe ich in 25 Jahren noch nicht erlebt", stellte Georg Kreß mit einem Tag Abstand fest. Den Zorn des Profi-Trainers erregte Schiedsrichter Jan Oberdörster, der dreimal im Hildener Strafraum auf Elfmeter entschied, aber auf der anderen Seite die Pfeife stecken ließ, als zwei Krefelder vor dem eigenen Tor Jannik Weber zu Fall brachten. Deshalb blieb Kreß nur als Fazit: "Gestern haben wir unverdient verloren, denn wir haben auch mit zehn Mann gut gespielt und nicht viel zugelassen." Für den Coach war klar: "Es sind eben diese Kleinigkeiten, die den Ausschlag geben."

Dominik Donath war derweil zerknirscht. Denn innerhalb von zwei Minuten handelte sich der Defensivmann zwei Verwarnungen ein. Erst wegen eines taktischen Fouls, und dann im Zweikampf vor dem eigenen Kasten. Deshalb musste Donath mit der gelb-roten Karte vom Feld und verschuldete zudem auch noch den ersten Elfmeter. Für den 29-Jährigen war diese Situation Neuland in seiner Fußball-Karriere. "Ich bin überhaupt erst einmal vom Platz geflogen, und das war im Aufstiegsjahr mit dem SV Nord. So schnell und so früh ist mir das überhaupt noch nicht passiert", sagt der Bankkaufmann. Und ärgert sich mächtig über die überharte Entscheidung des Unparteiischen und das Verhalten seines Gegenspieler Emre Özkaya im Zweikampf: "Der hat auch viel draus gemacht."

Seinen Kollegen zollt Donath jedoch Respekt. "Die haben über 70 Minuten aufopferungsvoll gekämpft", lobt er. Wohl wissend: "Mein Platzverweis war die spielentscheidende Szene - damit habe ich meiner Mannschaft einen Bärendienst erwiesen und dafür habe ich mich auch schon entschuldigt." Für den erfahrenen Akteur ist die Zwangspause am Sonntag (15 Uhr, Hoffeldstraße) gegen den TV Kalkum-Wittlaer doppelt ärgerlich. "Ich war gerade dabei, meinen Rhythmus zu finden", erklärt er. Und ergänzt: "Mit elf Mann hätten wir in Krefeld durchaus etwas mitnehmen können. Jetzt aber stehen wir schon wieder etwas unter Druck."

In der Heimpartie gegen den Oberliga-Aufsteiger stehen die Hildener nun unter Zugzwang. Angesichts der englischen Woche und der kräftezehrenden 70-minütigen Unterzahl in Krefeld schließt Georg Kreß personelle Veränderungen in der Startformation und eine andere taktische Ausrichtung nicht aus. Zumal Florian Grün (Muskelverhärtung) vorzeitig vom Feld musste. Ein Sieg über den Klassenneuling, der erst einen Punkt auf dem Konto hat, ist das Ziel. Dabei hofft der VfB-Coach auch auf die Unterstützung durch die eigenen Fans. "Das war vergangenen Sonntag schon toll", zollt er den Zuschauern seinen Respekt. Seine Mannschaft will auf dem Kunstrasen alles geben, damit der Funke wieder überspringt.

Quelle: RP
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