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Lokalsport
VfB 03 trifft erst spät zum Pokalsieg

1.. Die Hildener Oberliga-Fußballer haben beim 1. FC Viersen einen schweren Stand. Der Landesligist stellt auf dem Naturrasen eine kompakte Einheit dar. Erst das Tor von Stefan Schamburg ebnet den Weg in die nächste Runde. Von Birgit Sicker

FC Viersen - VfB 03 Hilden 0:1 (0:0). Die Fußballer des VfB 03 atmeten tief durch. Erst drei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit schafften die Hildener in Viersen durch Stefan Schaumburg den Siegtreffer und zogen damit in die zweite Runde des Niederrheinpokals ein. Dabei sah es angesichts des Spielverlaufs schon nach Verlängerung und Elfmeterschießen aus, denn die wirklich großen Tormöglichkeiten waren auf beiden Seiten Mangelware. Doch Marcel Bastians behielt letztlich recht. "Wir müssen ruhig bleiben - vielleicht fällt das Tor erst in der Endphase", sagte der Hildener Trainer seiner Mannschaft in der Pause.

Das Pokalduell hätte für den VfB 03 durchaus entspannter verlaufen können, denn nach einer Viertelstunde hatte Jannik Weber die Führung auf dem Fuß. Der Stürmer tauchte frei vor Torhüter Lars Bergner auf, schob das Leder dann aber am Kasten vorbei. Kurze Zeit danach strich eine Flanke von Stefan Schaumburg knapp am rechten Pfosten vorbei (26.). Der Mittelfeldakteur hatte wenig später aus 18 Metern freie Bahn, doch der Schuss ging diesmal links vorbei (38.). Im Gegenzug mischte Dennis Richter die VfB-Abwehr auf, aber Bastian Sube parierte den Versuch des Vierseners (39.). Und dann stoppte Korbinian Beckers einen Hildener Kontor, indem er Dennis Lichtenwimmer festhielt (43.).

Zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff landete das Leder nach einer Hereingabe von Stefan Schaumburg vor den Füßen von Dominik Donath, doch der Linksfuß war überrascht und ließ den Ball zu weit wegspringen. Der 30-Jährige sorgte im Angriff auch für den nächsten Aufreger, als er den Ball aus der Ferne ans linke Lattenkreuz beförderte (56.). Nach Vorarbeit von Robin Müller und Kopfball-Vorlage von Jannik Weber zog Ibrahim Dogan entschlossen ab, doch Keeper Bergner war auf dem Posten (64.). Auch die Viersener versuchten es aus der Distanz, aber Marlon Smikalla jagte das Leder weit über den Hildener Kasten (84.). Es war jene Phase, in der beide Mannschaften in der Offensive viel Leerlauf hatten und die Zuschauer sich schon auf eine Verlängerung einstellten. Plötzlich aber schlug der VfB 03 doch noch zu. Jannik Weber verlängerte eine Hereingabe per Kopf auf Stefan Schaumburg und der Vizekapitän nutzte konsequent seinen Freiraum auf der linken Seite - Torhüter Bergner war ohne Abwehrchance (87.). Der 0:1Rückstand wirkte wie ein Wachruf für die Viersener. Mit aller Macht wollte die Mannschaft von Willi Kehrberg den Anschluss noch schaffen. Fabian Zachert legte einen Freistoß quer auf Korbinian Becker, doch der schoss am Hildener Gehäuse vorbei. Es war die letzte Möglichkeit in einer Begegnung, in der es beiden Teams irgendwie noch an der Feinabstimmung fehlte. Schließlich geht die Saison erst am Sonntag richtig los.

"Es war das erwartet schwere Spiel. Viersen hat die Räume eng gemacht, in der Abwehr gut gestanden - da haben wir uns schon schwer getan", analysierte Marcel Bastians. "Wir sind aber die ganze Zeit dran geblieben", stellte der VfB-Trainer fest und hob vor allem das Positive hervor: "Der Sieg gibt Selbstvertrauen. Dazu sind wir ohne Gegentor geblieben - auch das gibt Vertrauen." Gleichwohl weiß Bastians, dass zum Oberliga-Auftakt bei der TuRU Düsseldorf eine ganz andere Herausforderung wartet.

Quelle: RP
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