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Lokalsport
Wendepunkt: Die Unitas lebt wieder

Haan. Der Handball-Oberligist bereitet sich unter dem neuen Trainer Jurek Tomasik in einer ersten Phase auf die nächste Serie vor. Der Haaner Vorsitzende Martin Blau erkennt nach der vergangenen Frust-Saison eine Art Aufbruchstimmung. Von Erdinc Özcan-Schulz

Gut drei Monate vor dem Meisterschaftsstart neigt sich bei den Oberliga-Handballern der Unitas Haan die erste Vorbereitungsphase ihrem Ende entgegen. Mit dem neuen Trainer Jurek Tomasik scheint der Optimismus, der in der vergangenen Saison schon unter den Interimstrainern Stefan Panthel/Christian Schmahl zu spüren war, noch stärker zu werden. "Es ist jetzt eine ganz andere, positivere Stimmung da", sagt der Unitas-Vorsitzende Martin Blau, der den neuen Coach für dessen Kommunikationsstärke und aktive Korrekturen im Training lobt. "Letztendlich machen wir aktuell noch Basisarbeit und beschnuppern uns gegenseitig", sagt Tomasik.

Er selbst spürt ebenfalls, dass eine Art Aufbruchsstimmung herrscht und will sich gar nicht zur Vergangenheit oder zu Ex-Trainer Ronny Lasch äußern. "Jeder Trainer arbeitet anders", findet Tomasik, "wir konzentrieren uns aktuell darauf, wie wir eine gute Mischung im Team finden und dabei jeden Spieler weiterentwickeln." Der Pole sieht sich als einen Trainer, der nicht nur über Probleme - sondern als Coach, der nach Lösungen sucht. Das gilt selbst für die ärgerliche Harzproblematik.

Die Verwaltung erteilte dem Oberligisten für fünf Freundschaftsspiele und für die Meisterschaftsspiele eine Sondergenehmigung, untersagt aber die Benutzung der Haftmittel im Trainingsbetrieb, Tomasik kommentiert das ohne Groll. "Wir wollen so trainieren können, wie wir auch spielen", erklärt der Übungsleiter, der natürlich auf eine befriedigende Lösung hofft.

Dass ihm das Harzthema bei der Spielersuche Probleme macht, bestätigt Tomasik - ohne dass er diesen Punkt als Vorwurf anbringen will. Tatsächlich gehört es allerdings zu den Entscheidungskriterien vieler Spieler ob sie in ihrem neuen Verein mit Harz spielen können oder nicht. Die aktuellen Haaner Spieler haben ihren Verbleib allerdings nicht davon abhängig gemacht. Der familiären Atmosphäre bei der Unitas ist es wohl zu verdanken, dass nach der vergangenen Seuchen-Saison kein Ausverkauf innerhalb der Mannschaft stattgefunden hat. Deshalb konnten die Verantwortlichen ihre Planungen sogar recht weit vorantreiben.

Den abgewanderten Keeper Stefan Graedtke ersetzt die Unitas durch den jungen Niklas Mack, ein früheres Taöent des TV Ratingen. Durch Pascael Korde (für Stephan Verholen) wurde die Position am ebenfalls verjüngt. Kordes kommt zusammen mit Philipp Eichhorn vom Verbandsliga-Absteiger Niederbergischer HC. Die Gespräche mit zwei weiteren Zugängen laufen. "Bis Ende des Monats sollten wir da Entscheidungen haben", erklärt Blau, der sich mit Prognosen für die kommende Saison bewusst zurückhält: "Die Truppe soll Zeit haben um sich zu entwickeln."

Ähnlich sieht es sein Coach, der die Oberliga ja bestens kennt: "Wir müssen unser Rückzugsverhalten und unseren Teamgeist entwickeln. Dann sehen wir, was bei herauskommt." Dabei will der Trainerfuchs die Stärken jeden Einzelnen zum Nutzen der Mannschaft einsetzen. Nach den bald anstehenden vier Wochen Pause liegt der Fokus in der der zweiten Vorbereitungsphase Taktik und Abwehrarbeit.

Quelle: RP
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