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Handball
"Zwischen Bundesliga und Kreisklasse"

Mettmann. Die Spielertrainerin des Handball-Oberligisten Mettmann-Sport über Anspruch und Wirklichkeit, die Hinrunde des vermeintlichen Abstiegskandidaten, gute und schlechte Ansätze sowie ihre eigene Zukunft.

METTMANN Kurz vor Saisonbeginn machten die Handballerinnen von Mettmann-Sport mit der überraschenden Entlassung von Chefcoach Ernie Meyer von sich reden. Sabrina Berten trat die Nachfolge an - für die 31-Jährige ist es zugleich die erste Trainerstation im Seniorenbereich.

Wie ist aus Ihrer Sicht die Hinrunde abgelaufen?

Berten Dafür, dass uns viele zu den Absteigern zählten, können wir mit elf Punkten auf unserem Konto und sieben Zählern Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz zufrieden sein. Auch wenn es etwas mehr hätte sein können.

Wie meinen Sie das?

Berten Einige Spielerinnen zeigten große Schwankungen zwischen Bundesliga-Niveau und Kreisliga-Klasse. Wir müssen die Leistung weiter stabilisieren und cleverer spielen, wenn wir in Führung liegen.

Sie haben ihre erste Seniorenstation als Spielertrainerin begonnen, war das ihr Wunsch?

Berten Gar nicht. Ich sehe spielende Trainer immer als schwierig an. Ich wollte eigentlich als Co-Trainerin noch zwei, drei Jahre spielen. Jetzt will ich versuchen, mich in der Rückrunde so wenig wie möglich selbst einzusetzen.

Und was ist mit Ihren persönlichen Plänen, selbst noch aktiv zu sein?

Berten Als Chefcoach spüre ich eine ganz andere Verantwortung. Wir müssen schauen, wie wir allen Wünschen gerecht werden können.

Welche Pläne haben Sie denn persönlich mit der Mannschaft?

Berten Ich versuche, die Spielerinnen auch individuell zu verbessern. Beispielsweise im Eins-gegen-eins-Verhalten. Dabei hilft mir sicherlich, dass ich selbst viele Trainer hatte.

Positiv oder negativ?

Berten Beides. Ich weiß, welche Ansprachen nie ankamen. Genauso mache ich mir einige Übungen von früher zunutze.

Haben Sie schon für nächste Saison verlängert? Wollen Sie überhaupt weitermachen?

Berten Nach den Feiertagen wollen wir uns mit Thomas Franken unterhalten. Ich würde gerne weitermachen. Es macht großen Spaß mit den Mädels.

Was sind für Sie die positiven Überraschungen der Hinrunde?

Berten Da gibt es einige. Beispielsweise die Entwicklung von Marie Kapune im Tor. Die sportliche Integration von Carla Beckmann nach ihrer Rückkehr aus München war top. Allgemein finde ich, dass das Verhältnis im Verein zwischen den Herren und Damen durch private Verbindungen viel besser geworden ist. Das ist gut für alle und wird uns allen helfen, in der Rückrunde ein paar Punkte mehr zu holen.

DAS GESPRÄCH FÜHRTE ERDINC ÖZCAN-SCHULZ

Quelle: RP
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