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Mettmann
Stadtwaldhaus : Pläne leicht abgespeckt

Mettmann. Geänderter Bauantrag sieht eine geringere Fläche für den Außenbereich vor. Der Lärmschutznachweis steht noch aus. Von Klaus Müller

Die Baugenehmigung für den Eigentümer des Stadtwaldhauses ist immer noch nicht erteilt. Dies bestätigte Fachbereichsleiter Kurt Werner Geschorec auf Anfrage der RP - kann dies aber begründen. "Der Eigentümer hat zwischenzeitlich einige inhaltliche Veränderungen hinsichtlich seines ursprünglichen Bauantrages vorgenommen. Er will die Fläche für das Bauvorhaben im Außenbereich, Wintergarten und zusätzliche Parkplätze, um knapp ein Drittel vermindern." Der veränderte Bauantrag sei vor rund drei Wochen bei der Verwaltung eingegangen und werde derzeit geprüft.

Sollten die eingereichten Unterlagen für den Bauantrag vollständig vorliegen und in Ordnung sein, könnte die Bearbeitung nach etwa vier bis sechs Wochen abgeschlossen sein, so der Fachbereichsleiter. "Dies heißt aber nicht, dass dann direkt mit den Bauarbeiten im Außenbereich begonnen werden kann. Es muss auch der aktuelle Lärmschutznachweis vorliegen", fügt er hinzu.

Der Kreis Mettmann als Obere Bauaufsicht sei mit der Prüfung befasst. Vor kurzem habe in diesem Zusammenhang ein Gespräch zwischen Vertretern des Kreises und der Stadt Mettmann stattgefunden. "Der Lärmschutznachweis hat eine hohe Wertigkeit, denn die Anwohner des benachbarten Neubaugebietes haben bereits angekündigt, dass sie sich bei Nichteinhaltung der zulässigen Werte den Klageweg vorbehalten", so Geschorec.

Seit kurzem gibt es im Stadtwaldhaus eine gravierende Änderung. Auf Anfrage der RP bestätigte Lothar Bennemann vom Stabsbereich Liegenschaften/ Wirtschaftsförderung, dass der Eigentümer in die im Haus befindliche von Grund auf sanierte Wohnung eingezogen sei. "Das begrüßen wir seitens der Stadt Mettmann. Dies hat eine Schutzwirkung hinsichtlich Vandalismus und anderen sicherheitsrelevanten Vorgängen."

Wer sich derzeit das Gelände des ehemals schmucken Stadtwaldhauses anschaut, der findet einen eher trostlosen Zustand vor. Es macht den Eindruck, dass die Bauarbeiten ruhen oder zumindest nur in größeren Zeitabständen durchgeführt werden. Direkt vor dem Eingang der früheren traditionsreichen Gasstätte steht ein Bauschuttstapel mit verschiedenen Materialien. Der ist zwar mit einem rot-weißen Flatterband gekennzeichnet, könnte aber längst entsorgt werden. Hinter dem Haus stapeln sich altes Mobiliar und andere Materialien, die wohl für den Sperrmüll gedacht sind. Das sieht einfach hässlich aus und sollte beseitigt werden.

Wer den Blick direkt auf das Stadtwaldhaus richtet, der blickt auf neue Fenster, die eingebaut wurden. Schön sieht dies nicht unbedingt aus, der Einbau war aber wohl aus Lärmschutzgründen nicht zu vermeiden. Es ist trotzdem gut nachvollziehbar, dass die Aulen Mettmanner die früheren Sprossenfenster vermissen, die zum bergischen Charakter des Stadtwaldhauses gehörten.

Die Frage, wann mit der Wiedereröffnung der Gastronomie des Stadtwaldhauses zu rechnen sei, lässt Kurt Werner Geschorec offen. "Da kann und will ich mich nicht festlegen."

Quelle: RP
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