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Mettmann
Streit um "Essbare Stadt" neben Treppe

Mettmann: Streit um "Essbare Stadt" neben Treppe
Die bisher noch überwucherten Flächen neben der Treppe sollen künftig bepflanzt werden. FOTO: DJ
Mettmann. Das Mettmanner Bürgerforum sucht den Konsens mit den Parteien. Der Standort an der Treppe am Königshof wird immer noch als ideal angesehen. Die Finanzierung des Projektes ist noch nicht gesichert. Von Klaus Müller

Das Thema "Essbare Stadt" steht beim Mettmanner Bürgerforum weiterhin ganz oben auf der Tagesordnung. "Wir halten den Standort an der Treppe Königshofgalerie/Lavalplatz weiterhin für die beste Lösung", betonte während des Forumabends Ilona Bungert-Dellit.

Die Vorsitzende wies aber darauf hin, dass für die Umsetzung des Projektes noch Geld fehlt. "Da müssen wir kräftig Spenden sammeln, um die Essbare Stadt auch finanziell stemmen zu können." Sie appellierte an die Mitglieder, dass diese sich um Spender bemühen sollen. Nach einer regen Diskussion wurde ins Spiel gebracht, dass Wolfgang Robrahn, der federführend den Tag der Wirtschaft veranstaltet, hinsichtlich einer Spende angesprochen werden soll, da im Vorjahr über diese Wirtschafts-Aktion Spenden ausgeschüttet wurden. Ilona Bungert-Dellit berichtete, dass der Vorstand des Bürgerforums ein Gespräch mit Vertretern der Mettmanner SPD über das Projekt geführt hätten. "Die SPD, die zuvor kritisch der "Essbaren Stadt" gegenüber stand, hat sich mit großer Aufmerksamkeit dieses Projekt von uns erläutern lassen. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass wir einen wichtigen Mitstreiter gefunden haben." Zudem sei auch mit der CDU gesprochen worden - da sei aber eine eher distanzierte Auffassung zur "Essbaren Stadt" deutlich geworden, bemerkte die Vorsitzende.

In Kürze soll ein Gespräch zwischen dem Bürgermeister und den Bürgervereinen anberaumt werden. Dort sollen die in letzter Zeit wiederholt vorgekommenen Kommunikationsschwierigkeiten angesprochen und ausgeräumt werden. "Es kann ja nicht sein, dass die Bürgervereine mit der Spitze der Verwaltung und dem Rat hauptsächlich über Offene Briefe und Leserzuschriften kommunizieren." Da soll beim Bürgermeistergespräch eine bessere Lösung gefunden werden. Stellvertretender Vorsitzender Thomas Scholz berichtete über die Aktivitäten des Aktionskreises "Sauberes Mettmann". "Da bleiben wir am Ball und wollen uns dort positiv einbringen", betonte Scholz. Auch bei dem in Mettmann derzeit heiß diskutierten Thema Innenstadtentwicklung und busfreier Jubiläumsplatz werde sich das Bürgerforum mit konstruktiven Vorschlägen einbringen, kündigte Thomas Scholz an. Er verwies auf eine Bürgerveranstaltung am Donnerstag, 28. April im Rathaus hin, bei dem die Verwaltung zum Thema Innenstadtentwicklung und busfreier Jubiläumsplatz Stellung nehmen werde. In diesem Zusammenhang erklärte Ilona Bungert-Dellit, dass Peter Feyen bereits am Samstag, 23. April, in der Innenstadt (Waschbrett) einen Info-Stand plant, um für diese Thematik die Bürger zu sensibilisieren und Argumentationshilfen zu geben.

Die Vorsitzende sagte, dass sich das Bürgerforum demnächst intensiv dem Thema bezahlbarer Wohnraum widmen möchte.

"Wir haben im Vorstand beschlossen, leerstehende Häuser und Geschäfte in Mettmann zu fotografieren und nachzufragen, was mit diesen Immobilien eigentlich passieren soll."

Quelle: RP
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