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Ilse-Lore Weber
Tipps zur Entspannung gestresster Augen

Mettmann. Unsere Vorfahren mussten in der Ferne nach Bedrohungen Ausschau halten. Wir starren auf PC, Smartphone oder Bildschirme. Welche Konsequenzen hat das für unsere Augen?

Weber Eigentlich sind unsere Augen dazu geschaffen, sich auf verschiedene Distanzen und Beweglichkeiten mühelos und weich einzustellen. Die Bildschirmarbeit oder auch Handys, Smartphones und Fernsehapparate halten jedoch unseren Blick in kurzen Distanzen und häufig auf Buchstaben und Zahlen in Schwarz auf Weiß gefangen.

Woran merkt man, dass die Augen überlastet sind?

Weber Kopfschmerzen, brennende müde Augen, verschwommenes Sehen oder eine allgemeine Schwäche der Sehfähigkeit: Wenn man mehrere Stunden am Tag mit der PC-Arbeit verbringen muss, wird man sicher einige dieser Symptome kennen.

In vielen Bürojobs lässt sich der ständige Blick auf den Bildschirm doch gar nicht vermeiden, oder?

Weber Das ist leider so. Und dennoch ist es möglich, die dynamische Sehfähigkeit zu erhalten, zu regenerieren und zu steigern. Die Arbeit kann als Weg in eine augenfreundliche Lebensweise wahrgenommen werden, die gut in den Alltag und den Arbeitsablauf zu integrieren ist.

Sie bieten Augenschulungen an. Was kann man tun, um die Augen zu entlasten?

Weber Wir arbeiten nicht isoliert mit den Augen, sondern beziehen sowohl die körperliche als auch die seelisch-geistige Verfassung ein. Zum Kursprogramm gehören neben Entspannung oder Augen- und Körperübungen unter anderem auch der Umgang mit Kunstlicht und die Arbeitsplatzgestaltung. Nach kurzer Eingewöhnungszeit trauen sich die meisten Teilnehmer, für die Zeit der Veranstaltungen die Brille abzulegen, und manche sind nach dem Kursus etwas unabhängiger von ihrem Gebrauch, können möglicherweise ihren Status erhalten oder sogar eine Sehverbesserung erreichen.

Welche Übungen können konkret dabei helfen, die Sehkraft zu erhalten?

Weber Man könnte beispielsweise die Brille absetzen, kräftig, schnell und bewusst zwanzig Mal blinzeln, danach die Augen schließen und mit den Fingern die knöcherne Augenhöhle abklopfen. Dann die Augen wieder öffnen und große oder kleine liegende Achten im Nah- sowie im Fernbereich mit den Augen beschreiben, ohne dabei den Kopf zu bewegen. Zum Schluss sollte wie immer die wirkungsvollste Übung - das Palmieren - praktiziert werden: Die zuvor durch Reiben erwärmten Hände werden wie kleine Zelte einige Minuten über die geschlossenen Augen gelegt, so dass kein Licht mehr einfällt.

DIE FRAGEN STELLTE SABINE MAGUIRE

Quelle: RP
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