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Mettmann
Todestag von Kaplan Johannes Flintrop jährt sich zum 75. Mal

Mettmann. Am Freitag vor 75 Jahren starb der Geistliche im Konzentrationslager Dachau vermutlich an den Folgen medizinischer Versuche.

Am Freitag jährt sich der Todestag von Kaplan Johannes Flintrop zum 75. Mal. Der katholische Geistliche starb 1942 im Konzentrationslager Dachau. Flintrop, der seit 1932 in der Gemeinde St. Lambertus als Kaplan und Kolpingpräses tätig war, war wegen kritischer Äußerungen gegen das NS-Regime verhaftet worden. Zunächst saß er im Düsseldorfer Gefängnis Ulmer Höhe ein. Am 13. April 1942 wurde er ins KZ Dachau eingeliefert. Dort starb Flintrop vermutlich an den Folgen medizinischer Versuche.

Das Requiem in St. Lambertus geriet zu einem stillen Protest gegen den NS-Staat. Die Kirche war überfüllt, so dass die Menschen draußen auf dem Mettmanner Marktplatz am Gottesdienst teilnahmen. Beigesetzt wurde seine Urne auf dem katholischen Friedhof in Barmen, wo seine Eltern lebten. Auf dem Grabstein steht: "Gesät wird in Schmach, auferweckt in Herrlichkeit (1 Kor 15,43)."

Johannes Flintrop wurde am 23. Mai 1904 in Barmen geboren. Er studierte Theologie und Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Dort wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindung AV Arminia zu Münster im Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen. Flintrop wurde 1927 im Kölner Dom zum Priester geweiht. Bevor er 1932 nach Mettmann kam, war er Kaplan in der Pfarrei Herz Jesu in Köln-Mülheim.

Der Rat der Stadt beschloss nach dem Krieg, die frühere Wilhelmstraße nach Kaplan Johannes Flintrop zu benennen. Im Oktober 2007 wurde für den aufrichtigen Christen ein Stolperstein vor dem Haus Johannes-Flintrop-Straße 25-27 gesetzt. Die katholische Kirche hat Kaplan Johannes Flintrop als Glaubenszeugen in das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts aufgenommen.

Quelle: RP
 
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