| 17.35 Uhr

Erkrath
Treibholz für den Naturschutz

Düsseldorf. Die Künstlergruppe "Neanderart" plant zum Tag der Offenen Gartenpforte im Juli eine Kunstausstellung in Bruchhausen. Der Erlös des versteigerten Treibholzes kommt dem Naturschutzzentrum zugute. Von Ulla Pantel

Zum Tag der "Offenen Gartenpforte" am 11. Juli 2010 plant die Künstlergruppe "Neanderart" eine große Treibholz-Kunstausstellung im Garten des Naturschutzzentrums Bruchhausen. Der Erlös der anschließenden Versteigerung soll zu 100 Prozent dem Naturschutzzentrum zugute kommen. Etwa 20 Künstler wollen sich bislang an der Ausstellung beteiligen, Gastkünstler, auch aus umliegenden Städten, sind herzlich eingeladen.

"Ich habe die wertvolle Arbeit des Naturschutzzentrum durch meine Tochter kennen gelernt. Kinder lernen hier auf spielerische Weise den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur", erzählte Koordinator Ralf Buchholz. Da die finanzielle Situation des Naturschutzzentrum angespannt sei, wolle die Künstlergruppe mit der Versteigerung einen kleinen Beitrag leisten und die Bürger für die Arbeit des Zentrums sensibilisieren. In der Verbindung aus Kunst und Natur sei Treibholz ein idealer Werkstoff.

"Das Material passt zum Naturschutzzentrum und es ist auch ein spannendes Material für Künstler. Es gibt Raum für Inspirationen und neue Erfahrungen." Voller Vorfreude auf das Projekt sind auch schon die Schüler der Kunst-AG des Gymnasiums am Neandertal, Jahrgangsstufe 11, die ebenfalls an dem Projekt teilnehmen werden. Sie freuen sich auf den Austausch mit "echten" Künstlern und Atelierbesuche. "Es gibt auch schon jede Menge Ideen", verriet Kunstlehrer Herbert Griesmann. "Der Werkstoff Treibholz birgt viele Geheimnisse. Niemand weiß, wo ein Stück Treibholz herkommt und warum es schließlich im Rhein gelandet ist." Interessant können auch die Spuren von Parasiten oder die ausgewaschenen Maserungen sein.

70 "kunstwürdige" Treibhölzer hat Ralf Buchholz bereits am Rheinufer gesammelt, von denen sich die Teilnehmer ein Stück aussuchen können. Aber auch eigenes Sammeln ist natürlich erlaubt, denn schließlich muss jeder das Holzstück finden, das ihn inspiriert.

"Für viele Künstler ist das eine ganz neue Erfahrung. Viele haben noch nie mit Holz gearbeitet", so Buchholz. Für die farbliche Gestaltung hat die in Erkrath ansässige Firma Schmincke Farben gestiftet. Die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll hat die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen. Nun wird noch ein prominenter Versteigerer für die Kunstwerke gesucht.

"Wir freuen uns sehr über die Künstleraktion", so die Leiterin des Zentrums Karin Blomenkamp und die Vorsitzende des Fördervereins Renate Späth. "Wir möchten nämlich gar nicht so gerne, dass jemand einfach nur Geld spendet. Wir setzen auf den Austausch und die Zusammenarbeit. Jeder kann hier etwas lernen, zum Beispiel auch über den Ort, seine Geschichte und die nach-industrielle Naturentwicklung."

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Erkrath: Treibholz für den Naturschutz


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.