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Wülfrath
Um Schulsozialarbeit wird weiter gekämpft

Düsseldorf. „Eine tolle Aktion. Die Kinder klapperten Klassen und Nachbarschaft ab. Viel Unterstützung erhielten wir vom Einzelhandel. Sogar die älteren Menschen im Altenheim standen voll hinter uns.“ Iris Salamon und Tanja Sprenger, stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende der Grundschule Ellenbeek beziehungsweise Lindenschule, zeigten sich über den Erfolg der Unterschriftensammlung zum Erhalt der Schulsozialarbeit hoch zufrieden. Mit 2065 gültigen Unterschriften liegen sie weit über der für den Einwohnerantrag notwendigen Anzahl. 100 Unterschriften wurden wegen unvollständiger Namen, Geburtstage etc. nicht zugelassen.

In der Doppelsitzung von Schul- und Jugendhilfeausschuss überreichten Salamon und Sprenger die Unterschriften. In der Ratssitzung, 19. Juni, 17 Uhr, steht ihr Einwohnerantrag auf der Tagesordnung. „Wenn wir den Antrag vortragen, hoffen wir auf große Unterstützung von Eltern und Lehrern“, betonte Iris Salamon. Sie geht davon aus, dass über den Antrag auf der Sitzung, oder der folgenden entschieden wird. Die beiden machten keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung über verschiedene Ausschussmitglieder bei dem Übergabetermin. „Allenfalls ein feuchter Händedruck. Wir fühlten uns nicht ernst genommen“ Ein Ratsmitglied habe ihnen sogar gesagt, sie hätten vom Thema keine Ahnung. „Wir waren uns bewusst, dass wir sehr gut vorbereitet waren“, unterstrich Tanja Sprenger.

Bei Durchsicht der Beträge, die durch Einsparung der Sozialarbeiter erreicht würden, sei von 250 000 Euro die Rede. Sie hätten 184 000 Euro errechnet und wüssten jetzt gern, wie es zu der Differenz komme. Darüber hinaus werde am falschen Ende gespart. Die Stadt berücksichtige nicht die Folgekosten, die auf sie zukämen, wenn Schulsozialarbeit nicht mehr die bisherige Präventionsarbeit leiste.

Unklarheit herrscht nach Meinung von Salamon und Sprenger auch über den Zeitpunkt, an dem der kw-Vermerk zum Tragen komme. Landrat Hendele habe ihnen mitgeteilt, er gelte ab sofort. Wülfrather Politik und Verwaltung spreche von 2009.

Quelle: RP
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