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Mettmann/Erkrath/Wülfrath
Unternehmen rechnen mit Wachstum

Mettmann/Erkrath/Wülfrath: Unternehmen rechnen mit Wachstum
Von der privaten Kauflaune ein wenig abhängig ist unter anderem die Besteckmanufaktur mono in Mettmann.
Mettmann/Erkrath/Wülfrath. Institute und Verbände prognostizieren für das gerade angebrochene Jahr eine gute Konjunktur im Kreis Mettmann Von Stefan Mülders

Darf man den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten Glauben schenken, so setzt sich der Aufwärtstrend in der deutschen Wirtschaft in 2016 fort. Die positive Stimmung im Mittelstand bestätigt auch Wolfgang Leyendecker, Kreisvorsitzender sowie stellvertretender Landesvorsitzender und Mitglied im Bundespräsidium der Mittelstandsvereinigung der CDU.

"Die Lage ist gut, wenn auch nicht sehr gut", sagt er. Wir rechnen mit einem leichten Wachstum, das überwiegend durch den privaten Konsum getragen wird." Dafür macht Leyendecker unter anderem das geringe Zinsniveau verantwortlich. Ein Unsicherheitsfaktor hingegen sei die Flüchtlingslage. "Die Höhe der Belastung der öffentlichen Haushalte und die weiteren Auswirkungen darauf sind kaum abzusehen." Robin Clemens, im zweiten Jahr Kreisvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Niederberg und seit gestern offiziell Mitglied des Landesvorstandes NRW, ist bezogen auf die Binnennachfrage ähnlicher Ansicht: "Die Situation der gesamtdeutschen Wirtschaft lässt sich auch auf die Unternehmen der Mitglieder der WJ Niederberg übertragen. Der Aufschwung hält seit Monaten an, und die Geschäfte laufen meist gut, ohne sich von der Flüchtlingsdebatte oder den Problemen der Eurozone aus dem Kurs bringen zu lassen."

Ein Ende des Wachstums sei bisher nicht absehbar und jeder hoffe, dass dies noch lange so bleibt. "Unsere Region zeichnet sich aber auch durch spezielle Produkte und Kompetenzen aus, die von der weltweiten Wirtschaftslage abhängig sind. Da spielt unter anderem die Entwicklung der chinesischen Märkte eine Rolle, die zurzeit eher für gedämpfte Stimmung sorgt. Hier zählt für die Region weiterhin der Grundsatz nicht nur auf ein Pferd zu setzen."

Von der privaten Kauflaune ein wenig abhängig ist unter anderem die Besteckmanufaktur mono in Mettmann. Geschäftsführer Wilhelm Seibel hatte unter diesem Eindruck ein positives Jahr für sein Unternehmen erlebt. "Trotz Griechenland und Flüchtlingssituation waren deutsche Gesellschaft und Unternehmen offenbar fähig, die Lage zu handeln. Wir rechnen auch für 2016 mit einem unveränderten Verlauf, weder mit großen Ausbrüchen nach oben noch einer aktuell erkennbaren negativen Tendenz."

Als IT-Dienstleister insbesondere für die Transport- und Logistikbranche ist auch TimoCom Soft- und Hardware in Erkrath zumindest indirekt von der Entwicklung im Binnenmarkt abhängig. Daniel Mahnken, Corporate Communication Editor des Unternehmens mit Sitz in Hochdahl, blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück, dessen positiver Trend sich auch in 2016 fortsetzen soll. "Wir konnten unseren Kundenstamm in 2015 erneut deutlich vergrößern und rechnen auch im kommenden Jahr mit einem weiteren Wachstum."

TimoCom bleibe auf Erfolgskurs, insbesondere aufgrund der Innovationsstärke des Unternehmens. Gute Ideen wie der vor Jahresfrist präsentierte TimoCom Messenger, der die Geschäftskommunikation und die Vertragsverhandlungen in der Tansport- und Logistikbranche revolutioniere, seien es, die die Kunden schätzen und immer neue Nutzer zum Unternehmen führe.

Quelle: RP
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