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Mettmann
Verbundenheit mit Flüchtlingen zeigen

Mettmann: Verbundenheit mit Flüchtlingen zeigen
Die Pfarrer Herbert Ullmann (l.) und Bertold Stark laden am Samstag zum Stadtkirchentag in Mettmann ein. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Die Evangelische Kirchengemeinde und die Pfarrei St. Lambertus laden zum Ökumenischen Stadtkirchentag ein. Von Christoph Zacharias

Zu einem Ökumenischen Stadtkirchentag laden die Pfarrei St. Lambertus und die Evangelische Kirchengemeinde Mettmann am Samstag, 22. August. Der Tag beginnt um 10.30 Uhr mit einer Ökumenischen Andacht in St. Lambertus. Den Tag beschließt ein Even Song (18 Uhr) in der Kirche Freiheitstraße.

Es gab und gibt gemeinsame Veranstaltungen, wie Schulgottesdienste, Konveniat, Ökumenischer Jahresempfang, Schützengottesdienste. Aber: Das Flüchtlingsproblem hat die beiden großen Kirchen in Mettmann noch enger zusammengeführt. In vielen Bereichen überlappt sich die Hilfe für die Asylbewerber. Christen, egal ob katholische oder evangelische, arbeiten Hand in Hand und kümmern sich um das Schicksal der Neuankömmlinge. Unabhängig von der Flüchtlingsproblematik entdeckten sich die beiden Kirchen "neu". Nachdem die Ökumene lange Zeit in Mettmann eher eine Randnotiz war (bis auf die oben genannten Veranstaltungen), gab es neue Impulse durch Pfarrer Herbert Ullmann. Seine evangelischen Mitbrüder nahmen diesen Impuls gerne auf. "Vor einem Jahr trafen sich Presbyterium und Pfarrgemeinderat. Diese Treffen wiederholten sich und wir stellten fest, dass wir nicht genug voneinander wissen", sagt Pfarrer Ernst-A. Schmidt. Dies soll und hat sich bereits geändert.

"Dabei kam die Idee auf, einen Ökumenischen Kirchentag im katholisch-evangelischen Miteinander zu feiern", sagt Pfarrer Bertold Stark. "Als wir in die Planung für den Kirchentag einstiegen, war es uns wichtig, dass sich die katholischen und evangelischen Kreise und Gruppen nicht getrennt vorstellen sollten, sondern, dass man miteinander arbeitet", so Schmidt. Dies schlägt sich auch im Programm nieder: So gibt es einen Infostand des Ökumenischen Arbeitskreises, der katholische Pfarrgemeinderat und das Presbyterium stellen sich vor. Und: Unter dem Motto "Alles auf einen Tisch" können Besucher sich dazu äußern, was ihnen einfällt, wenn sie an ihre Kirchengemeinden denken.

"Bei der Themensuche für den Stadtkirchentag wurde schnell klar, dass die Frage nach der Willkommenskultur in Mettmann die Wichtigste ist", sagt Schmidt. Hier wollen die Kirchen Position beziehen. Unter dem Thema "Suchet der Stadt Bestes - 1111 Jahre Mettmann" soll es um die Menschen verschiedener Nationen gehen, die in unserer Stadt leben. "Dabei wollen wir besonders die Flüchtlinge in den Blick nehmen", betont Pfarrer Ullmann.

Im Mittelpunkt steht um 12 Uhr eine Podiumsdiskussion auf dem Kirchplatz neben der Kirche Freiheitstraße mit den Bürgermeisterkandidaten und den Fraktionsvorsitzenden. Unter der Moderation von Martin von Mauschwitz sollen sie Position zur "Willkommenskultur in Mettmann" beziehen.

Diese ernsthafte Diskussion wird mit einem Vortrag um 15 Uhr mit Dr. Andreas Püttmann (Kirche Freiheitstraße) fortgesetzt. Er spricht über das Thema "Gesellschaft ohne Gott".

Ein buntes Begleitprogramm (Mitsingkation, Musik, Kirchenführungen, Trommelaktion) und zahlreiche Spiele für Kinder ergänzen das Programm. Essen und Trinken ist kostenfrei. Es steht allerdings eine Spendenbox zur Verfügung. Das Geld erhält die Caritas-Flüchtlingshilfe.

Quelle: RP
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