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Mettmann
Verein gibt jungen Straftätern eine neue Chance

Mettmann. Der Verein "Neue Wege", der sich um straffällige Kinder und Jugendliche, aber auch um die Opfer von Straftaten kümmert, feiert in diesem Jahr am 7. November in der Kulturvilla seit zehn jähriges Bestehen. Es geht um 150 bis 200 Jugendliche pro Jahr, die wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Schwarzfahren oder auch Ladendiebstahl vor Gericht standen und eine Strafe erhielten. Sie haben die Chance, durch gemeinnützige Arbeiten beim Verein "Neue Wege" über ihre Tat nachzudenken und den Schaden durch allgemeinnützige Arbeiten oder soziale Projekte wieder gut zu machen. Im Verein selbst sind die Jugendgerichtshilfen der Kommunen Mettmann, Haan, Wülfrath und Heiligenhaus eingebunden. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, kommunenunabhängig Bußgelder und Spenden zur Finanzierung von Projekten für gefährdete und straffällig gewordene Kinder, Jugendliche und Heranwachsende zu verwalten, bedarfsorientiert einzusetzen und präventive Aktionen zu entwickeln. Von Christoph Zacharias

Konkret heißt das: Jugendliche räumen im Mettmanner Stadtwald oder im Gustav-Comberg-Park auf oder sprühen in Wülfrath unter fachkundiger Anleitung Graffiti auf vorher ausgesuchte Flächen. Bei den Sprayern handelte es sich um straffällige Erst- und Wiederholungstäter, die ihre vom Jugendgericht angeordneten Sozialstunden ableisten. Hinter dem Verordnen von gemeinnütziger Arbeit steckt der Gedanke, den Schaden, den die Jugendlichen verursacht haben, der Gesellschaft gegenüber wieder gut zu machen. Dass es vielen Jugendlichen mehr Spaß macht, an einer Graffiti-Aktion teilzunehmen als in öffentlichen Grünanlagen zu fegen oder Unkraut zu zupfen, liegt auf der Hand. In Wülfrath fand mit Kindern eine gelungene Kletteraktion in einer Halle statt. Diese Aktion diente dem sozialen Miteinander.

Quelle: RP
 
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