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Mettmann
Verkehr hat deutlich abgenommen

Mettmann: Verkehr hat deutlich abgenommen
Derzeit wird die zweite Straßenseite der Breite Straße umgebaut. Für die Fußgänger ist es nicht leicht, die Baustelle zu passieren. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Seit Mitte Juni existiert die Großbaustelle in der Mettmanner Innenstadt. Anfangs gab's große Missstimmung bei Autofahrern, Bürgern, Einzelhändlern - und bei der BfM (Bürger für Mettmann). Diese Kritik ist deutlich abgeklungen. Der Gewöhnungseffekt kommt dazu. Von Christoph Zacharias

Mittlerweile mehren sich die Stimmen, die sagen: "Das wird bestimmt sehr schön". So wie eine Mettmannerin, die gestern den Baufortschritt in der Breite Straße beobachtete. Die Bürgersteige werden breiter, besonders auf der Seite am Mettmanner Hof und Rigoletto. Bäume werden gepflanzt und werten den Straßenzug optisch auf. Die Gestaltung der Breite Straße zur Talstraße und Bahnstraße hin ist deutlich verbessert worden. Die Fahrbahnbreite ist überall reduziert worden, profitieren werden davon die Fußgänger. Die Mitarbeiter der Krefelder Baufirma Kickartz arbeiten sauber und schnell, das betonen unisono Anwohner und Anlieger.

Besonders positiv: Der Durchgangsverkehr hat deutlich abgenommen. Besonders die Lastwagen sind verschwunden. Offenbar haben die Polizeikontrollen und die Knöllchen Wirkung gezeigt. Die meisten Autofahrer haben sich an die Sperrung und an das Durchfahrtverbot gewöhnt. Doch längst nicht alle, wie man täglich beobachten kann. Nach wir vor werden Anliegerschilder schlicht und einfach ignoriert. Autofahrer verlassen sich aufs Navi oder sehen sich als Anlieger, obwohl sie weder in der Poststraße noch in der Flintrop-Straße anhalten oder ein Anliegen haben. Auch das verbotene Abbiegen nach rechts von der Poststraße in die Flintrop-Straße wird nach wie vor praktiziert. Aber: Wie sollen Autofahrer denn aus der Poststraße herauskommen? Rechts ist verboten, links eigentlich auch, weil nur Busse und Taxen passieren dürfen. Verwirrung komplett. Dies bestätigt Hans-Jürgen Fath, der zusammen mit seiner Frau ein Spielzeuggeschäft auf der Poststraße betreibt. Betrüblich sei, dass weniger Kunden kommen. Auf der Poststraße sind durch den Busverkehr Parkplätze verloren gegangen. "Wir haben viele Kunden von außerhalb. Wenn sie hören, dass die Baustelle noch existiert, bitten sie, die Waren an ihre Heimatadresse zu liefern." Apropos Busse: "Sehr oft müssen Autos, die im Halteverbot stehen, abgeschleppt werden, weil die Busse nicht durchkommen", sagt Fath. Dann kommt es zu Staus inklusive Hupkonzerten.

Der Bürgersteig auf der Flintrop-Straße vor dem Geschäft Kortenhaus ist bereits fertiggestellt. FOTO: Janicki Dietrich

Friedrich Berning, der ein Raumausstattungsgeschäft an der Poststraße hat, ärgert sich über die Ignoranz der Autofahrer. "Obwohl die Poststraße ein verkehrsberuhigter Bereich ist, wird viel zu schnell gefahren. Auch Busse und Taxen halten sich nicht an die Schrittgeschwindigkeit." Stimmt: In den vergangenen Tagen haben wir Linienbusse beobachtet, die deutlich zu schnell durch die Breite Straße gefahren sind. Dies ist besonders gefährlich, weil die Fußgängerampeln entfernt wurden und die Menschen Mühe haben, sicher von einer Straßenseite zur anderen zu kommen. Dennoch: Die positiven Aspekte überwiegen, schon heute ist es entspannter als früher in der Stadt.

Quelle: RP
 
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