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Mettmann
Viel Spaß beim Training im Tal

Mettmann: Viel Spaß beim Training im Tal
Jürgen und Brigitte Hampel aus Hochdahl mit Trainer Simon Tsotsalas vom Kreissportbund Mettmann im Bewegungsgarten. FOTO: Achim Blazy
Mettmann. Der Kreissportbund bietet ein Fitness-Programm für Ältere an. Treffpunkt ist der Bewegungsgarten beim Seniorenheim. Von Susann Krüll

Donnerstagmorgen, 10 Uhr: 20 Damen und Herren der Generation 50+ haben sich im Bewegungsgarten des Seniorenheims Neandertal versammelt. Seit Juni haben sie hier zusammen ein wöchentliches Fitnessprogramm im Freien absolviert. "Ziel ist es, mit sanften Übungen die Muskulatur aufzubauen, das Herz-Kreislauf-System zu stärken sowie die Beweglichkeit und Koordination zu verbessern", beschreibt Kursleiter Simon Tsotsala das vom Kreissportbund Mettmann gratis angebotene Programm, das im Rahmen der Aktion "Bewegt älter werden in NRW" vom Land gefördert wird.

"Seitdem dieser Kurs vor drei Jahren das erste Mal angeboten wurde, sind wir jeden Sommer dabeigewesen", erzählt das Ehepaar Hampel, das aus Erkrath zum "Sport im Tal" anreist. "Es macht viel Spaß und so ein fester Termin verpflichtet ja irgendwie auch hinzugehen", sagt Jürgen Hampel, der vielen Fahrgästen des Erkrather Bürgerbusses bestens bekannt sein dürfte. "Danach geht es einem so richtig gut", fügt seine Frau Brigitte hinzu, während sie an einem Gerät erst die Unter- und dann die Oberschenkel trainieren.

Nach drei Minuten erfolgt der Wechsel an eine neue Station, und eine andere Muskelpartie ist dran. "Durch dieses Zirkeltraining erreichen wir, dass alle Muskelpartien angesprochen werden", erklärt Simon Tsotsalas. Der 31-Jährige hat in Köln Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Reha- und Präventionssport studiert und arbeitet beim Kreissportbund in Mettmann. Privat spielt er Fußball und hält sich zusätzlich mit Ausdauersportarten fit.

"Schließlich kann ich anderen nicht predigen, wie wichtig Sport für die Gesundheit ist, ich muss auch selbst danach leben", sagt der sympathische junge Mann, der immer wieder einmal bei einem der Teilnehmer die Haltung korrigiert oder Tipps gibt.

Dabei vergisst er nicht, im 3-Minuten-Takt das Signal zum Rotieren zu geben. Für Sophia Lischka ist als nächstes eine Übung für die Armmuskulatur an der Reihe. Bei der 65-Jährigen sieht es spielend leicht aus, wie sie ihre Arme gegen den Widerstand des Seils beugt. "Ich gehe regelmäßig laufen und fahre Rad. Da komme ich auch schon mal allein hierher und mache meine Übungen", verrät die sportliche Mettmannerin.

Neben ihr trainiert mit Marianne Schnee die älteste Teilnehmerin der Gruppe. Doch die "ungefähr 89 Jahre", wie die schelmische Antwort auf die Frage nach ihrem, Alter lautet, sieht man der Seniorin, die im Hochdahler Rosenhof lebt, nicht an. "Ich schwimme jeden Tag und fahre Rad", verrät sie das Geheimnis ihrer offensichtlichen Fitness. Auch wenn für dieses Jahr Schluss ist, Simon Tsotsalas ist zuversichtlich, dass er das Programm für seine "Best Ager" auch im Sommer 2016 wieder anbieten kann. Dann vielleicht auch mit Unterstützung durch die Stadt Mettmann, wie er hofft.

Quelle: RP
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