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Mettmann
Vielfalt macht stark und hat Zukunft

Mettmann: Vielfalt macht stark und hat Zukunft
Halenur Seri (l.) und Maja-Kim Manert nahmen für die FHDW die Diversity-Patenschaftsurkunde entgegen. . FOTO: : D. Janicki
Mettmann. An der FHDW zeigten Berufskolleg-Schüler in einer Präsentation ihre Ansichten zum Thema Unterschiedlichkeit. Von Valeska von Dolega

Gute Tradition ist es für die Schüler des Berufskollegs Neandertal, den Kooperationspartner Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) zu besuchen, wie Peter Enzenberger sagt. Der Lehrer muss es wissen, ist er doch am Kolleg für den Bereich "Koordination Schülerstudium" verantwortlich. Gestern war ein besonderer Besuchstag. Bei der Veranstaltung "Vielfalt macht stark" hatten Schüler der Jahrgangsstufe 11, also der zukünftigen Kooperationsklasse, die Chance, sich zu präsentieren und einen ersten, intensiven Blick auf die FHDW und ihr Angebot zu werfen.

Dazu hatten Michelle Elsemann, Annika Kriwitt, Till Beckers, Halil Örs, Manuel Primogeri und Niklas Edling eine Ausstellung vorbereitet. "In der Klasse sind wir 17 Leute aus sieben Nationen", führte Halenur Seri (17) in die Schau ein. Was lag da näher, als über Vielfalt zu sprechen. "Alle denken ja immer gleich, Vielfalt sei was Schlimmes", griff Mitschülerin Ghizlan Boumouchoun (16) ein Vorurteil auf. "Dabei ist die Unterschiedlichkeit doch gerade eine Chance." Wobei "Diversität" nicht nur Migrationshintergrund oder Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft bedeutet, sondern viele Gesichter hat. "Aufgrund meines Aussehens traut man mir oft zunächst oft nicht so sehr viel zu", erklärte Munzur. Der 17-Jährige trägt Nasenpiercing, Ohrring und hat sich verschiedene Tätowierungen stechen lassen. An seinem Berufsziel Veranstaltungskaufmann arbeitet er nicht bloß theoretisch, sondern hat sich in dem Job schon bei diversen Events bewährt. "Handlungen und Entscheidungen haben nichts mit Religion, Herkunft, Nationalität, Geschlecht, Hautfarbe, Alter oder Behinderung zu tun. Es sind alles Menschen", sagt Teresa (23).

Auf zehn perfekt gelayouteten Tafeln hatten die Schüler ihre Ideen zu "Diversity - Vielfalt macht stark" präsentiert. Die Ausstellung bleibt in der FHDW an der Marie-Curie-Straße zu sehen. Runde sechs Wochen hatten die Berufskollegschüler an Recherche, Ausarbeitung und Formulierung gearbeitet., wie Lehrer Enzenberger sagte. Dazu wird am Berufskolleg ein eigenes Fach unterrichtet, das "Wissenschaftliches Arbeiten" heißt. In einem Rundgang wurde die Schau mit Zielen und Absichten erläutert, später gab es eine Talkrunde. Moderiert von Peter Enzenberger konnten die Schüler gezielte Fragen stellen. FHDW-Präsident Stefan Nieland gab ebenso Antworten wie Mittelständler Stefan Altenberg.

Abschiedsworte sprachen Eleni Tokanidis und Duha Siala, beide aus der jetzt scheidenden Kooperationsklasse. "Wir haben bei Carina Gödecke viel gelernt. Dafür sind wir dankbar." Vor allem deshalb, weil die beiden jungen Frauen das Angebot zunächst für gar nicht so wichtig erachtet hatten. "Wir haben erst im Tun gemerkt, was für eine Chance wir durch dieses Reinschnuppern bekommen."

Quelle: RP
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