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Mettmann
Vierter Kandidat fürs Bürgermeisteramt

Mettmann: Vierter Kandidat fürs Bürgermeisteramt
Er hätte sich nicht als Kandidat aufgestellt, wenn er nicht daran glauben würde, Bürgermeister zu werden, sagt Ziad Moughrabi selbstbewusst. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Ziad Moughrabi möchte auf den Chefsessel im Rathaus. Er will das Ehrenamt stärken und setzt auf ein "Wir-Gefühl". Von Christoph Zacharias

Ziad Moughrabi möchte im September Bürgermeister werden. Der 40-Jährige, der seit seinem zweiten Lebensjahr in Mettmann wohnt, hat die notwendigen 220 Unterstützungsunterschriften zusammen bekommen und betreibt jetzt Wahlkampf. "Vorwiegend im Internet auf Facebook", wie er sagt. Doch er will sich auch mit einem Stand in der Innenstadt und in den Stadtteilen vorstellen und um die Wählergunst werben. Er habe ein kleines Wahlkampfbudget und neben seinem Beruf als Vertriebsleiter genügend Zeit, um Wahlkampf zu machen. Moughrabi hat schon Einladungen zu zwei Podiumsdiskussionen mit den anderen drei Bürgermeisterkandidaten bekommen und freut sich auf die Veranstaltung.

"Ich habe keine politische Vita", gibt er zu. Also keine Parteikarriere oder -erfahrung. "Aber ich bin ein politischer Mensch". Parteien sind ihm fern, deshalb kandidiert er auch als Parteiloser. Die Entscheidung, sich aufstellen zu lassen, sei im Familien- und Freundeskreis gefallen, sagt er. Der Unmut im Bekanntenkreis über die Gesamtsituation in der Stadt sei groß. Mettmann brauche deshalb ein Wir-Gefühl. Er sei ein Teamplayer und setzte damit auf Hilfe und auf Anstöße von außen. Eine große Verwaltung zu führen, sei für ihn kein Problem. "Wer aus der Industrie kommt, der kann so etwas", behauptet er selbstbewusst. Und Verwaltungserfahrung könne man lernen. Schmunzelnd hat er registriert, dass ihm Menschen, die ihn unterstützen wollen, Bücher mit Inhalten zur Verwaltungsarbeit geschickt haben. Sollte er tatsächlich auf den Chefsessel im Rathaus rücken, werde er mit den Parteien den Dialog suchen. Seine Wahlziele hat er bereits formuliert: "Mettmann braucht ein Konzept für ein besseres Stadtmarketing. Ich will den Mittelstand fördern und die Wirtschaftskraft unserer Stadt stärken". Und: Er wolle die Gewerbesteuer senken und damit mehr Anreize bei der Neuansiedlung von Unternehmen geben.

Moughrabi sieht die Notwendigkeit einer neuen Gesamtschule in Mettmann. Nach dem Ende der Hauptschule müsse die Schullandschaft neu geordnet werden. Befürchtungen, dass dabei ein Gymnasium oder die Realschule auf der Strecke bleiben, sieht er nicht. "Man kann ja aus einem Gymnasium eine Gesamtschule machen." Osttangente und Seibelquerspange, so der Kandidat, seien Fehlinvestitionen. Sie brächten keine Entlastung für die Innenstadt, sondern würden zusätzliche Verkehre in der Peripherie (Nordstraße/Berliner Straße) erzeugen. Ein Bauträger allein dürfe nicht entschieden, wo und was in der Kreisstadt gebaut werde, so sein Credo. Moughrabi möchte mehr Bürgerbeteiligung bei der Vergabe von Grundstücken.

Schließloch will er, dass Mettmann kinderfreundlicher werde. "Wir brauchen sichere Schulwege, mehr Radwege und mehr Möglichkeiten und Angebote für die Freizeitgestaltung der Kinder."

Quelle: RP
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