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Mettmann
Vorschlag: Glasdach für den Jubi

Mettmann: Vorschlag: Glasdach für den Jubi
Die Markthalle in Alt-Erkrath wird nicht nur für den Wochenmarkt genutzt. Ein Teil des Jubis könnte auch überdacht werden. FOTO: Achim Blazy
Mettmann. Im Planungsausschuss wurden die Ergebnisse der Ideenwerkstatt zum Jubiläumsplatz vorgestellt. Von Christoph Zacharias

Jede Menge Vorschläge und Ideen sind bei der Zukunftswerkstatt zur Neugestaltung des Jubiläumsplatzes und seines Umfeldes eingegangen. Das Planungs-Unternehmen Junker und Kruse hat zusammen mit der Stadtverwaltung die Ideen gesammelt und wird sie jetzt auf ihre Machbarkeit überprüfen. Nicht alles, was gewünscht wird, ist auch umzusetzen, betonte Dezernent Kurt Werner Geschorec. Oft scheitert dies an den Kosten und an den technischen Bedingungen. Auch politische Beschlüssen, die früher gefasst worden sind, bremsen Vorhaben. Sie müssten geändert werden. Im Planungssausschuss stellte Städteplaner Andreas Mayer von Junker und Kruse die einzelnen Ideen und Anregungen vor: Die Ober- und Unterstadt müsse besser vernetzt werden. Das bedeutet nicht nur bessere und schönere Hinweisschilder, sondern auch einen barrierefreien Zugang. "Von Aufzügen und Rolltreppen war die Rede", sagte Mayer. Das Erdstrahlen-Kunstwerk auf dem Jubi wird von vielen Bürgern kritisiert. Sie wünschen Kunstwerke, die mehr an die Geschichte Mettmanns erinnern. Stichwort Königshof und Neandertaler.

Um den Jubi attraktiver zu gestalten, schlagen Bürger vor, den Hammerbach wieder aus dem Untergrund zu holen und ihn entlang des Jubis an der Oberfläche zu führen. Mehr Grün würde dem Jubiläumsplatz guttun, sagen andere. Zur Erinnerung: Blumenkübel gab's mal. Doch die Existenz der Tiefgarage und die bescheidene Traglast reduzieren die Umsetzung solcher Vorschläge, sagt die Verwaltung.

Prof. Bernd Günter, Leiter des Arbeitskreises "Neanderthalstadt Mettmann" hat einen Vorschlag aus den 90er Jahren aus der Tasche gezogen. Günter stellt sich eine Teil-Überdachung des Jubiläumsplatzes mit einem Glasdach vor. Das "Fassadenproblem" Kreissparkasse wäre damit zumindest teilweis lösbar, so Günter. Der Jubi könnte multifunktional und auch bei schlechtem Wetter genutzt werden. Die Aufenthaltsqualität würde erheblich verbessert. Das Waschbrett könnte, so ein Bürger, durch eine andere Architektur und eine Begrünung ebenfalls aufgewertet werden. Und die historische Straßenbahn sei unterm Waschbrett gut "aufgestellt". Kritik gab's am Pflaster. Es müsse ausgewechselt oder zumindest in Teilen mit Platten ersetzt werden. Die Pavillons gefallen nicht allen und auf Plastikstühle in den Cafés sollte man ganz verzichten. Ebenfalls im Wunschkatalog steht eine Verbindung vom Jubi zum Stadtwald. Dieser Plan existiert seit längerer Zeit.

Für Aufregung in der Verwaltung sorgt der Vorschlag, keinen Busverkehr mehr auf der Schwarzbachstraße zuzulassen. Die Rheinbahn und der Kreis rechnen derzeit aus, was diese Variante kosten würde und ob sie überhaupt verwirklicht werden kann. Sollten der Jubi busfrei werden, müssten eventuell neue Anträge für das Innenstadt- und Verkehrskonzept gestellt werden, sagte Ralf Bierbaum. Dies würde bedeuten, dass der gesamte Zeitplan ins Wanken kommt und das Verkehrskonzept (Umbau Breite Straße und Flintropstraße) - wenn überhaupt - erst 2017 umgesetzt werden könnte. Der Rat müsste zudem seine Beschlüsse zurücknehmen.

Die Verwaltung will in der Ratssitzung im April mitteilen, welche Vorschläge umsetzbar sind und welche Wunschträume bleiben.

Quelle: RP
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