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Mettmann
Warten aufs Shopping-Center

Mettmann: Warten aufs Shopping-Center
Volker Bauer, Chef des Bauvereins, warnt davor, die Realisierung des Shopping-Centers übers Knie zu brechen. FOTO: RPO
Düsseldorf. Phoenix Development als Eigentümer der Hertie-Immobilie verhandelt mit einem Textilunternehmen und mit einem Elektronikfachmarkt. Der Bauverein spricht mit der Stadt über den Grundstückskauf. Von Christoph Zacharias

Noch ist offen, wann der Erste Spatenstich für die beiden Einkaufscenter Kö-Karree und Kö-Galerie erfolgt. Phoenix development als Eigentümer der Hertie-Immobilie und der Mettmanner Bauverein als Investor des Kö-Karees hoffen, noch in diesem Jahr mit den (zeitgleichen) Bauarbeiten beginnen zu können. Die Bauzeit soll 15 Monate für beide Objekte betragen.

Doch zuvor müssen noch die Mietverträge mit zwei großen Ankerbetrieben in der Kö-Galerie abgeschlossen werden. "Dann", so Dr. Stephan Schnitzler von Phoenix, "entwickeln sich die anderen Mietverhältnisse mit den weiteren Geschäften nach und nach." 50 bis 60 Prozent der Flächen seien bereits vermarktet. Bauverein und Phoenix arbeiten eng zusammen. Das mache Sinn, sagte MBV-Vorstandschef Volker Bauer in der Generalversammlung von Mettmann-Impulse. Somit sei sicher gestellt, dass der Branchenmix stimme. Man wolle Mieter gewinnen, die zum einen noch nicht am Standort vertreten seien und zum anderen ein hochwertiges Segment abbilden, das insgesamt einen Shopping-Center darstellt. Die Firma Rusche Retail aus Solingen hat die Vermarktung beider Handelsflächen übernommen. Auch der Eigentümer des heutigen Plus-Komplexes, die Firma Kohnle, wird bei der Gesamtplanung mit ins Boot geholt, so Bauer. Die Firma Rewe, betont Dr. Schnitzler, hat bereits den Mietvertrag für die Kö-Galerie unterschrieben. Man verhandelte mit einem Elektronikfachmarkt (vermutlich pro markt) und mit einem großen Textilgeschäft (vermutlich H&M). Phoenix hat den Bauantrag bei der Stadt Mettmann gestellt. "Es sind noch kleine Unebenheiten zu klären. Wir hoffen in zwei bis drei Monaten grünes Licht zu bekommen", sagt Dr. Schnitzler. Der Bauverein – er war der einzige Bewerber bei der europaweiten Ausschreibung fürs Kö-Karree – steigt jetzt in die Grundstücksverhandlungen mit der Stadt ein.

Beim Kö-Karree, so Volker Bauer, werden im Erdgeschoss mehrere Geschäfte einziehen. Die Ladengröße kann flexibel auf die Bedürfnisse der künftigen Mieter zugeschnitten werden. "Wir können Verkaufsflächen zwischen 50 und 800 Quadratmetern anbieten." Der Bauverein bemüht sich, folgende Sortimente im Kö-Karree zu etablieren: Weiße und Braune Ware, Textil, Damenmode, Haushaltswaren, Lampen und Leuchten, Feinkost sowie Gastronomie mit Café. Anfragen von einem Schuhgeschäft, von einem namhaften Out-door-Mode Hersteller und von Dienstleistungsunternehmen (Wellness) sind beim MBV eingegangen. Auch vorhandene Geschäfte aus der Fußgängerzone wollen umziehen. Daraus resultierende Leerstände sollen vermieden werden. "Wir haben noch keinen Vertrag unterzeichnet, sind aber zuversichtlich, dass wir alles unterkriegen", sagte Bauer.

In der Generalversammlung kamen kritische Anmerkungen zur Anbindung der Karstadtbrücke an die Kö-Galerie. Vor allem ging es um die Frage, wie kommen die Menschen (vor allem ältere) nach der Schließung des Shopping-Centers in den Abendstunden und am Wochenende in die Stadt. Ferner wurde nach den Parkplätzen (500 öffentliche) gefragt.

Quelle: RP
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