| 00.00 Uhr

Mettmann
Wenn durchs Schlüsselloch operiert wird

Mettmann: Wenn durchs Schlüsselloch operiert wird
Dr. Clemens Stock stellte das MIC-Zentrum im evangelischen Krankenhaus Mettmann vor. MIC steht für minimal-invasive Chirurgie FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Evangelisches Krankenhaus: Das bundesweit bisher einmalige Kompetenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie in der Frauenheilkunde ist gestartet. Motor ist Dr. Clemens Stock, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe. Von Klaus Müller

Zum 1. Juni startete im Evangelischen Krankenhaus (EVK) ein bundesweit bisher einmaliges Kompetenzzentrum für minimal-invasive Chirurgie in der Frauenheilkunde. "Wir nennen es MIC-Zentrum Bergisches Land", sagt Bernd Huckels, Geschäftsführer des EVK. "Wir freuen uns, dass Dr. Clemens Stock, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, der im Oktober vergangenen Jahres sein Amt bei uns im EVK angetreten hatte, die Schwerpunktkompetenzen innerhalb seiner Abteilung weiter ausbaut."

Der Geschäftsführer macht deutlich, dass bewusst der Begriff MIC-Zentrum Bergisches Land gewählt worden sei. "Wir wollen damit dokumentieren, dass mit diesem neuen Angebot Patienten weit über den Kreis Mettmann hinaus angesprochen werden sollen."

Ziel sei es, diese besonderen Leistungen zu etablieren, weil bisher nur wenige Kliniken das gesamte Spektrum an gynäkologischen Eingriffen mittels der schonenden sogenannten Schlüssellochchirurgie anbieten können.

Stock weist auf die Vorteile der minimal invasiven Operation (Schlüssellochchirurgie) hin. "Die Vorteile für die Patientinnen liegen neben kürzeren Aufenthalten (statt durchschnittlich sieben Tage nur drei bis vier Tage), bei deutlich weniger Schmerzen, kleineren Narben sowie weniger postoperativen Komplikationen, wie beispielsweise Wundinfektionen." Dies habe den Vorteil, dass die Genesung und Wiederaufnahme der alltäglichen Aufgaben weitaus schneller verlaufen, als bei Operationen, bei denen ein Bauchschnitt vorgenommen wird, betont der Chefarzt. Er macht deutlich, dass das Evangelische Krankenhaus Mettmann zu den bundesweit wenigen Einrichtungen gehört, die alle Operationen, die es in der Gynäkologie gibt, endoskopisch vornehmen können. Er stellt das Alleinstellungsmerkmal des Evangelischen Krankenhauses besonders heraus.

"Anders als bei den meisten Kliniken und chirurgischen Praxen, die derzeit bereits unter dem Etikett "MIC-Zentrum" firmieren, liegen bei uns im Hause die Besonderheiten darin, dass im neu geschaffenen MIC-Zentrum Bergisches Land umfassende und transparente Qualitätssicherungsmaßmaßnahmen über das gesetzlich geforderte Maß hinaus eingesetzt werden." Dies führe dazu, dass eine systematisch aufgeführte Dokumentation aufgebaut wird, die mittels einer Datenbank anonymisierte Daten aufnehme und diese Daten systematisch auswerte.

Die ermittelten Qualitätsparameter werden in einem Qualitätsbericht dargestellt und den daran medizinisch Interessierten, den Patientinnen und niedergelassenen Fachärzten zur Verfügung gestellt. "Neben dem Vorhandensein eines eigenen Qualitätshandbuches zählen der Gebrauch von Sicherheitschecklisten und detaillierte Verfahrensanweisungen zum Ablauf vor, während und nach der Operation zum Standard", erläutert Dr. med. Clemens Stock.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mettmann: Wenn durchs Schlüsselloch operiert wird


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.