| 00.00 Uhr

Mettmann
Wie Mettmann sich mit Licht in Szene setzt

Mettmann. Das Beleuchtungskonzept soll auf den Weg gebracht werden. Mit den Hauseigentümern muss gesprochen werden. Am Mittwoch steht das Konzept auf der Tagesordnung des Planungsausschusses. Von Christoph Zacharias

Im nächsten Planungsausschuss (17. Juni, 17 Uhr, Rathaussaal) geht es neben anderen Themen (Verkehrskonzept, Buswendeplatz) um das Beleuchtungskonzept für die Innenstadt.

Die Firma Dial in Lüdenscheid und die Stadtraum Architektengruppe in Düsseldorf haben die Mettmanner Altstadt unter die Lupe genommen und Stellen gefunden, an denen künstliches Licht die schöne Umgebung in den Abend- und Nachtstunden noch besser in Szene setzen könnte. Die Bürger hatten im März die Gelegenheit, zu den Vorstellungen der Experten Stellung zu nehmen und eigene Ideen zu äußern. Wichtig sei, dass die Eigentümer bei der Umsetzung des Lichtkonzeptes "mitspielen", sagte Fachbereichsleiter Kurt-Werner Geschorec.

"Der Erfolg des Beleuchtungskonzeptes ist maßgeblich von der Kooperation städtischer und privater Akteure abhängig". Gemeint ist die technische Umsetzung des Konzeptes und dessen Finanzierung. So müssen einerseits Beleuchtungselemente wie Mastleuchten, Stelen, Bodeneinbauleuchten in den Straßen und auf den Plätzen installiert werden, gleichzeitig sind für private Gebäude Beleuchtungskonzepte zu entwickeln und mit beziehungsweise durch die Eigentümer umzusetzen. Fraktionsvorsitzende Ria Garcia (Piraten/Die Linke) fragt in diesem Zusammenhang die Verwaltung nach den Kosten für die Eigentümer.

Als eine Art Leuchtturmprojekt soll das Stadtgeschichtshaus in der Mittelstraße als erstes Objekt optisch in Szene gesetzt werden, um so anderen Interessenten zu zeigen, wie ein angestrahltes Haus aussehen könnte, sagt Garcia. Wie Geschorec jetzt auf Anfrage mitteilte, sind im sogenannten Verfügungsfond 50 000 Euro für solche und andere Projekte vorgesehen.

Unabhängig von diesen Fragen gibt es bereits ein erstes Vorzeigeprojekt: Die Eigentümer der beiden Gebäude an der Kirchtreppe haben ihre grundsätzliche Zustimmung zu einer Aufwertung und neuen Beleuchtung gegeben. Im nächsten Schritt sei, so Geschorec, eine konkrete Planung mit einer Übersicht über die Kosten zu erstellen. Dieses Projekt wäre im Sinne des Verfügungsfonds förderfähig.

Die Mitfinanzierung der Eigentümer hänge jedoch unmittelbar vom Umfang der Kosten ab. Also: Eine Kostenteilung. Die Umgestaltung der Kirchtreppe könne als erster Baustein in der Umsetzung des Lichtkonzeptes gesehen werden. Weitergehende Projekte aus dem Lichtkonzept sollen folgen. Die Experten denken dabei besonders an die Umsetzung des Lichtkonzeptes für den Bereich Markt/Kirche. Der Grund: "Dadurch könne die historische Bedeutung, die stadträumliche Wertigkeit und die Besonderheit des Ortes über Mettmann hinaus herausgestellt werden." Folgende Straßen und Orte haben die Experten im Blick: Bismarckplatz (vorm alten Rheinbahndepot) - der große Baum soll beleuchtet werden. Mittelstraße/Oberstraße/Markt: die Blendwirkung der historischen Straßenleuchten reduzieren. Markt: St. Lambertus von vier Seiten beleuchten. Villa Beckershoff: Historische Fassade mit warmweißer Lichtfarbe beleuchten. Stadtgeschichtshaus: Fassade beleuchten. Löffelschleifer und Schäfergruppe beleuchten. Kino: Fassade beleuchten. Ömjang: die Malereien beleuchten. das Ensemble Mühlenstraße 19-29 beleuchten.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mettmann: Wie Mettmann sich mit Licht in Szene setzt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.