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Kreis Mettmann
Windpocken-Infektionen rasant auf dem Vormarsch

Kreis Mettmann. Im Kreis Mettmann wurden in den ersten sechs Wochen des Jahres deutlich mehr Fälle von Windpocken-Infektionen registriert worden als im gleichen Zeitraum 2015. Während es jetzt 27 Fälle gab, waren es im Vorjahr elf Erkrankungen.

In ganz NRW stieg die Zahl ebenfalls an - von insgesamt 587 im Vergleichszeitraum des Jahres 2015 auf nunmehr 821. Die DAK-Gesundheit Ratingen erinnert angesichts dieser Zahlen des Landeszentrums Gesundheit daran, wie wichtig es für Kinder ist, sich konsequent impfen zu lassen. "Windpocken-Viren werden meist durch Husten und Niesen übertragen", sagt Detlef Diermann von der DAK-Gesundheit in Ratingen. "Eine Ansteckung kann auch durch die Flüssigkeit aus den Bläschen des Hautausschlags erfolgen." Darin seien sehr viele Viren enthalten. Da diese lange Zeit in der Luft schweben, können sie durch den Wind Infektionen verbreiten - daher der Name "Windpocken". Ein bis drei Wochen nach einer Ansteckung kommt es meist zu Fieber und Abgeschlagenheit. Es folgt ein Hautausschlag mit Bläschen. Der beginnt in Gesicht und Körper, setzt sich anschließend an Armen und Beinen fort. Die Bläschen jucken, heilen nach ein bis zwei Wochen und hinterlassen keine Narben.

Bei Kindern wird der Impfschutz im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen gecheckt. Erwachsene sind immun, sofern sie geimpft wurden oder Windpocken hatten, führt Frauenarzt Dr. Hans W. Schmidt aus. Bei Patientinnen mit Kinderwunsch sollte unbedingt der Varizellen-Status überprüft werden. Ist eine Impfung nötig, übernimmt die Kasse gewöhnlich die Kosten. Mehr im Impfkalender des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de.

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