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Adventstürchen (15)
Wir warten . . . in der Waschstraße

Mettmann. Bevor wir in die Waschstraße einfahren, sei dieser Hinweis gestattet: Wir mögen eigentlich gar keine Waschstraßen, weil alles so eng und gruselig, so mächtig und laut erscheint. Aber da ist ja dieser Pakt zwischen Papa und dem Töchterchen: Einst hat man nach dem Neuerwerb des Kleinwagens versprochen, den Wagen regelmäßig zwischen die wedelnden Lappen zu schicken, die sanft und schonend das Auto pflegen und reinigen. Hintergrund: Beim alten Pkw hatte sich bereits Moos auf dem Dach gebildet. Der Fahrer hatte quasi eine Waschstraßen-Phobie.

Nun sind neue Zeiten angebrochen: Man ist Stammgast und bucht stets für 15 Euro das komplette Paket. Waschstraßen-Kunden empfinden beim Besuch durchaus etwas Befreiendes. Und man kann, während man auf die seifige Windschutzscheibe blickt, überlegen, was man den Lieben unter den Tannenbaum legen wird.

Nach vier Minuten ist das Auto blitzeblank. Kurz vor dem Fest soll es noch einmal geputzt werden, ehe es in der Garage verschwindet. Und dann ist Weihnachten. Und 2018 ist wieder ein neues Waschstraßen-Jahr. kle

Quelle: RP
 
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