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Mettmann/Erkrath/Wülfrath
Wo wollen die Pendler eigentlich hin?

Mettmann/Erkrath/Wülfrath: Wo wollen die Pendler eigentlich hin?
FOTO: dpa-Infografik
Mettmann/Erkrath/Wülfrath. Jeden Tag verlassen tausende Menschen unsere Städte, um woanders zu arbeiten. Wer wohin fährt, hat das Statistische Landesamt herausgefunden. Von Oliver Wiegand

Viele Wohngebiete, ein relativ stabiles Preisniveau bei Häusern und Wohnungen und mehr Platz für Familien mit Kindern machen das Umland Düsseldorfs durchaus attraktiv. Wie anziehend der Kreis Mettmann ist, kann man an den Pendlerzahlen genauestens ablesen. Viele, die in Düsseldorf ihr Geld verdienen, wohnen außerhalb der Landeshauptstadt in den Nachbarstädten.

Wie sieht das mit den Pendlern in unseren Städten aus? Nur mal als Hausummer: Die Werte der Landeshauptstadt. Dort lebten etwas mehr als 604.000 Menschen. 289.000 Menschen pendeln täglich nach Düsseldorf ein, 92.000 verlassen die Stadt, um im Umland zu arbeiten. In den Städten Mettmann, Erkrath und Wülfrath sieht das anders aus: Es gibt deutlich mehr Aus- als Einpendler.

In Mettmann verlassen 11.873 Menschen täglich die Stadt, um woanders zu arbeiten. Um in der Kreisstadt zu arbeiten, machen sich täglich 9936 Menschen auf den Weg. Ähnlich sieht es in Erkrath aus. Wo etwa 15.625 Aus-, genau 10.649 Einpendler gegenüber stehen. Auch in Wülfrath verlassen täglich 7614 Bürger die Stadt, hinein kommen 5090. In den Nachbarstädten Ratingen und Langenfeld sieht das schon wieder komplett anders aus. Die beiden Städte haben deutlich mehr Ein- als Auspendler. Das Ergebnis der Pendlerströme kann man jeden Morgen auf der Straße, an der Bushaltestelle oder an den S- und Regiobahnhöfen erleben.

In punkto Verkehr hat sich zumindest in Mettmann in diesem Jahr entscheidendes verändert. Mit der Eröffnung von Osttangente und Seibelquerspange sollen Autos aus der Innenstadt heraus gehalten werden. Ob das wirklich gelungen ist und sich Autofahrer Schleichwege gesucht haben, werden künftige Verkehrszählungen zeigen. Noch besser wäre es allerdings, wenn nicht in jedem Auto nur eine Person sitzen würde. Gemeinsam mit 29 anderen Kreisen und Städten beteiligt sich der Kreis Mettmann an dem landesweiten Projekt "Pendlerportal". Mit dem Online-Portal wird die Bildung von regionalen Fahrgemeinschaften, insbesondere für Berufspendler, unterstützt. Das Pendlerportal hilft, Fahrten zu sparen, Kosten zu verringern und die Umwelt zu schonen. Auf dem Online-Portal finden Sie nicht nur die Vermittlung von Fahrern und Mitfahrern, sondern auch passende Bus- und Bahnverbindungen.

www.pendlerportal.de

Quelle: RP
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