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Mettmann
Ein Rundgang über den Wochenmarkt

Wochenmarkt Mettmann - Ein Rundgang
Freddy und Peter Hilden verkaufen seit Jahren Obst und Gemüse auf dem Mettmanner Wochenmarkt. FOTO: Achim Blazy
Mettmann. Viele Markthändler sind seit Jahren in Mettmann dabei. Die Stammkunden bilden das Gros der Kundschaft. Von Christoph Zacharias

Der Umzug des Wochenmarktes von der Oberstadt auf den Jubiläumsplatz vor zehn Jahren war ein Glücksgriff, sagen unisono die Händler, die mittwochs und samstags ihre Waren auf dem Platz vor der Kreissparkasse anbieten. Günter Sprenger ist seit 1984 in Mettmann mit einem Stand präsent. Die Metzgerei genießt bei den Kunden einen sehr guten Ruf. Sohn Nico hat vor zwei Jahren das Geschäft übernommen. Der Verkaufswagen gegenüber der Biberapotheke gehört zum Marktbild. Günter Sprenger, eingefleischter VfL Bochum-Fan, verkauft seit der Übergabe der Metzgerei an seinen Sohn frische Eier auf dem Markt. "Wir sind froh, dass wir auf dem Jubi sind", sagt er und packt zehn Eier in den Karton. "Für die älteren Leute hat das nur Vorteile: Sie können bequem den Markt mit dem Bus erreichen, brauchen keine Treppen steigen und oder mit dem Rollator den steilen Weg in die Oberstadt wählen". Sprenger, der selbst öfters "Rücken" hat, weiß, wovon er spricht.

Ein paar Meter weiter verkauft Leni Schulz (69) Topfpflanzen, Heide und Blumen aller Art. Schon als Jugendliche half sie ihren Eltern auf dem Wochenmarkt in Mettmann. Das war 1953, erinnert sie sich. Um die Mittagszeit holt sie "Lenis flotte Möhre", ein MAN-Laster Baujahr 1988, vom Parkplatz. Vor vier Jahren wurde der Transporter dunkelgrün lackiert. Leni fährt den Wagen nach wie vor selbst.

Reger Geschäftsbetrieb herrscht bei der Familie Hilden am Obst- und Gemüsestand. Seit 1988 ist der Familienbetrieb in Mettmann am Start. Die ganze Familie hilft mit, selbst Vater Peter Hilden (79) verkauft Salat, Tomaten, Porree und Äpfel. Die Hildens produzieren einen Teil ihres Sortiments selbst. Das schmeckt man. Gute Stimmung herrscht wie immer bei Geflügel Hager. Verkäuferin Gerhild Bruns hat stets einen kessen Spruch auf den Lippen: "Fleisch ist das beste Gemüse". Sagt's und packt ein Maishähnchen ein. Derzeit ist Wildzeit, bemerkt Verkäuferin Erika Huppenkothen. Die Kunden wissen das und ordern Wildschweinnacken. Bestimmt sehr lecker!

Direkt vom Erzeuger kommen die Kartoffeln, die Familie Beckershoff von Gut Katers anbietet. Gunda, Gala oder Annabelle heißen die Sorten, die in der Mettmanner Erde gewachsen sind. Sabine Leuchten, die bereits seit vier Jahren für Beckershoff arbeitet, weist eine ältere Dame auf die selbstgemachte Marmelade und auf die Suppen hin, ebenfalls eigene Herstellung. Einer der Renner sind die selbstgemachten Mettwürste. Andrea Jansen, die Blumenfrau aus Straelen, hat viel zu tun. "Heute gehen Sonnenblumen besonders gut", sagt sie und gibt den Strauß an eine Frau weiter. "Liegt vermutlich am schlechten Wetter", erklärt sie und lacht. Derweil hat Günter Sprenger zahlreiche Eier an den Mann und an die Frau verkauft. Zeit für eine Zigarettenpause.

Quelle: RP
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