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Mettmann
Zwei Maler setzen auf Frauen und Landschaften

Mettmann. Mahssa Askari und Omar El-Lahib präsentieren als "Begegnungen" figurative Malerei. Von Valeska von Dolega

Lange schien die figurative Malerei ausgedient zu haben. "Zum Glück gibt es wieder junge Künstler, die sich in starken Maße mit dem Figurativen auseinandersetzen", freut sich Sabine Brock. Die Vorstandsfrau aus dem Kunsthaus Mettmann hat gleich zwei Repräsentanten dieser Stilrichtung eingeladen. Mahssa Askari und Omar El-Lahib stellen ab Samstag, 17 Uhr, unter dem Titel "Begegnungen" an der Mühlenstraße aus. Beide waren bereits im vormaligen Kunsthaus an der Lohstraße zu Gast.

"Allerdings in Einzelausstellungen" und auch an der Kunstakademie Düsseldorf, die Askari 2014 als Absolventin verließ und an der El-Lahib im kommenden Sommer seinen Abschluss ablegen wird, kennen sie einander "bloß vom sehen", wie sie sagen. Der Titel der Schau "bezieht sich auf die Kunst", erklärt der 30-Jährige gebürtige Libanese Omar El-Lahib. "So unterschiedlich die Arbeiten und wir sind, so begegnen wir einander im Metier." Wechselseitig versteht man, was der andere macht. "Es ist die Leidenschaft, die uns verbindet."

Was beider Oeuvre insgesamt kennzeichnet: Es befindet sich fast durchgängig in Prozessen der Aufhebung und des überraschenden Wechsels von Ansätzen, zu denen die Maler zurückfindenden. "Mir fließen die Arbeiten nicht einfach so aus dem Ärmel", beschreibt El-Lahib wie viel Zeit er sich nimmt und wie viel Zeit er durch "kritisches Hinterfragen und viel Selbstkritik" braucht.

Ebenso wie seine Kollegin arbeitet auch er "oft parallel an verschiedenen Werken. Manchmal muss ein Bild einfach ruhen, ehe man es tot malt", lacht die Künstlerin. In der unteren Etage zeigt sie Frauenbilder. Mystisch und geheimnisvoll lassen sich auf den unterschiedlichen Formaten weibliche Wesen, mal bloß sitzend, mal in sich ruhend ein Buch lesend, zart konturiert erkennen. Allerdings sind es letztlich dahingehauchte Silhouetten, die mehr erahnen lassen als dass sie tatsächlich ihre Geheimnisse offenbaren. Im Obergeschoss präsentiert Omar El-Lahib unter anderem Landschaften, gearbeitet in hohem technischem Vermögen und mit besondere Präzision.

Auf die Schau im neuen Kunsthaus freuen sich beide. "Der alte Ort hatte Charme. Aber hier ist jetzt wesentlich mehr Platz, die Bilder schön zu präsentieren."

Quelle: RP
 
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