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Mettmann
Zwei Witwen sehen zur Freude der Zuschauer rot

Mettmann. Im Kommödchen begann die Winterspielzeit. Von Gundel Seibel

Unter dem Jahresmotto von Kammerspielchen Mettmann "Wir geben alles für Euch" begann am Wochenende die Theater-Winterspielzeit in Mettmann. Die Komödie "Zwei Witwen sehen rot" stand auf dem Programm und tatsächlich blieb kein Zuschauerauge trocken. Was Lore Duwe-Scherwat und Angelika Werner auf der Mini-Bühne einem gut gelaunten Publikum darboten, war Unterhaltung vom Feinsten. Ausverkauft war das Theater, denn den zwei reifen Frauen aus Essen geht ein guter Ruf voraus. Seit Jahrzehnten schon ist "Zwei Witwen sehen Rot" in der Nachbarstadt ein Dauerbrenner, den man gesehen haben muss. Am 25. 10. ist das Stück noch einmal im Kammerspielchen zu sehen. Die Karten sind allerdings schon fast ausverkauft.

Zum Inhalt des Boulevard-Stücks: Das Leben der zwei älteren Damen ist ein großes Dilemma, weil ihre Rente hinten und vorne nicht ausreicht. Nebenverdienst ist die Lösung - aber was? Bei Bewerbungen ist das Alter 50 Jahre schon kein Thema mehr. Aber die haben sie längst überschritten. Die zündende Idee: Erotik am Telefon. Das könne jede/r, meinen die beiden Witwen. Überwinden müssen sie sich trotzdem. Aber da diese Herausforderung nicht die einzige im Leben war, meistern sie auch die. Sie haben tatsächlich Erfolg, der sich auf dem Bankkonto niederschlägt. Zwei erstklassige Schauspielerinnen liefern große Situationskomik mit minimalen Handlungen sowie gleichzeitig perfekte Bauchtanz-Aerobic. Das Stück hat die Schauspielerin Lore Duwe-Schwerwat selbst geschrieben, sozusagen auf den eigenen Leib. Ausfüllen kann sie diese Rolle nach so vielen Jahren noch heute. Der authentische Ruhrpott-Charme der beiden Schauspielerinnen ist lebensnah, liebenswert und komisch. Ein beschwingter Abend mit Lust auf mehr Theater. Das gibt es schon bald: Die musikalische Komödie "Herzen rosten nicht" von Angela H. Fischer geht am 2. und am 9. Oktober auf die Kammerspielchen-Bühne. Es singen und spielen die Autorin Angela H. Fischer und Andreas Strigl. Rund um musikalischen Einlagen rankt sich eine Geschichte, die sich Festival der Liebe nennt. Karten: Tel. 020-94599920.

Quelle: RP
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