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Mönchengladbach
100 junge Feuerwehrleute trafen sich zum Wettkampf beim Stadtpokal

Mönchengladbach. Sie sind noch jung und dürfen noch nicht mit zu den großen Einsätzen der Feuerwehr. Die rund 100 Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die sich nun in Neuwerk zum sportlichen Wettkampf trafen, sind aber auf einem guten Weg. Alle Einheiten der Stadt waren angetreten, um die beste unter sich zu ermitteln. Den Jugendlichen wurde dabei einiges abverlangt. Alle Wettkampfstationen hatten etwas mit dem Feuerwehrwesen zu tun. Mal mussten sie sich richtig anstrengen, mal ihre Geschicklichkeit beweisen und zu guter Letzt ihr Wissen unter Beweis stellen. Von Christian Lingen

"Für die Jugendlichen ist der Jugendfeuerwehrstadtpokal ein Höhepunkt im Jahr. Darauf arbeiten sie hin und testen dann hier, was sie können", sagt Stadtjugendfeuerwehrwart Thomas Eckers. Die Übungen sind an reale Einsatzszenarien angepasst. So beherrscht ein Feuerwehrmann zum Beispiel eine große Zahl an Knotentechniken. Drei davon mussten die Jugendlichen vorführen. "Am wichtigsten ist der Rettungsknoten. Der kommt zum Einsatz, wenn zum Beispiel jemand abgeseilt werden muss. Da ist es wichtig, dass alles sitzt und die Seile sich nicht lösen", erklärte Thomas Eckers. Außerdem mussten die Jugendlichen den Kreuzknoten und den Schotenstich mit Aufzugsschlaufe zusammenbinden. Beide dienen im Einsatz dazu, Leinen zu verbinden oder Gegenstände zu transportieren.

Eine Selbstverständlichkeit für Feuerwehrleute sind Erste-Hilfe-Maßnahmen. Wie sie richtig funktionieren, mussten die Jugendlichen an der nächsten Station zeigen. Bei einem Geschicklichkeitsspiel musste ein Golfball mit Wasser aus einem Feuerwehrschlauch über einen Parcours gespritzt werden. Hier ging es um die Zielgenauigkeit. Bei einer anderen Übung stand die Teamfähigkeit im Fokus. Deshalb wurde einem Mitglied der Einheit die Augen verbunden. Durch Hilfe der Kameraden musste dann Wasser in einen Eimer gespritzt werden.

Für die Zuschauer war die letzte Übung am anschaulichsten. Es galt, Wasser aus einem Bassin zu pumpen, Schläuche zu verlegen und zu verbinden und anschließend mit dem Wasser auf ein Ziel zu schießen. Da mussten die Einheiten gut zusammenarbeiten. "Diese Übung ist ganz nah an der Realität. Da muss man zum Beispiel Wasser aus einem Fluss oder einem See pumpen, weil kein Hydrant vorhanden ist", erklärte Thomas Eckers. Zum Schluss mussten die Teams eine Theorieprüfung bewältigen.

Die Einheit der Jugendfeuerwehr Stadtmitte gewann schließlich den Stadtpokal. Nächstes Jahr findet er auf dem Odenkirchener Marktplatz statt. Dann ist auch die Einheit aus Willich wieder dabei, die in Neuwerk außer Konkurrenz startete.

Quelle: RP
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