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Mönchengladbach
1000 Besucher bei "Fly & Drive In" im Hugo-Junkers-Hangar

Mönchengladbach: 1000 Besucher bei "Fly & Drive In" im Hugo-Junkers-Hangar
Die Veranstalter hatten alle Hände voll zu tun, um die vielen Oldtimer auf ihre Plätze zu dirigieren. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Aus der etablierten "Fly In"-Veranstaltung ist ein "Fly & Drive In"-Event mit Oldtimerbeteiligung geworden. Mehr als 200 alte Schätzchen und weit über 1000 Besucher waren am Sonntag am Hugo-Junkers-Hangar. Von Marion Lisken-Pruss

Die "Tante Ju" und eine Casa Bücker 131 stehen auf dem Rollfeld, während zahlreiche Oldtimer hinter dem Hugo-Junkers-Hangar parken und weit mehr als tausend Besucher durch die Oldtimerreihen schlendern. Sie alle sind zum "Fly & Drive In"-Sonntag zum Mönchengladbacher Flughafen gekommen. Normalerweise landen an einem solchen Flugtag fünf bis zehn historische Maschinen auf dem Flughafen. Am vergangenen Sonntag war es lange Zeit nur die Casa Bücker 131.

"Es ist vielleicht zu windig", vermutet Thorsten Neumann, Geschäftsführer der Gladbacher Agentur "noi! Event & Catering", die den Event-Hangar betreibt. Und um unabhängiger vom Flugwetter zu werden, hat er die seit 2013 etablierte "Fly In"-Veranstaltung zusammen mit dem Förderverein Flughafen zu einem "Fly & Drive In"-Event mit Oldtimerbeteiligung ausgebaut. Am Sonntag fand es zum zweiten Mal statt; fortgesetzt werden soll es bis September an jedem letzten Sonntag des Monats.

Eine halbe Stunde nach Beginn parken nicht nur 50 Oldtimer-Pkw auf dem Rollfeld hinter dem Hangar, sondern auch historische Lkw und Traktoren, ein Setra-Bus und ein Feuerwehrfahrzeug. Mehr als 200 Oldtimer sollen es im Laufe des Tages werden. Manche Besucher sind sogar im Stil der 1960er Jahre gekleidet.

Eine Gruppe aus mehreren Ehepaaren um die 60 Jahre hat sich mit Sekt und Käsehäppchen an einem Tisch niedergelassen. Sie alle sind Oldtimerfreunde und haben den Hugo-Junkers-Hangar zu ihrem neuen Treffpunkt auserkoren. "Wir sind begeistert. Das ist eine tolle Veranstaltung", erklären sie übereinstimmend. Thorsten Neumann hat alle Hände voll zu tun, die ständig anrollenden Oldtimer auf ihre Parkplätze zu dirigieren. Ein cremefarbener Rolls Royce ist darunter, ein Buick und eine Ford Taunus "Badewanne". "Hier können sich Gleichgesinnte austauschen und bei Kuchen und Grillwurst das Wochenende ausklingen lassen, so wie früher bei einer klassischen Ausfahrt", erklärt Neumann das Konzept. Jonathan Heinrichs (18) und seine Eltern sind mit zwei Messerschmitt-Kabinenrollern (Baujahr 1963) angereist.

Bis nach Norwegen seien sie damit schon gefahren, sagt der Sohn. Vater Bernd Heinrichs lässt zwei kleine Mädchen in einem der Kabinenroller probesitzen, und sie danken es ihm mit leuchtenden Augen. Die Junkers JU 52 kehrt derweil von ihrem Rundflug zurück, 17 Passagiere klettern über eine Leiter aus dem Flugzeug. Paul Jakoby ist einer von ihnen. Er hat den Rundflug zum Geburtstag geschenkt bekommen. Beeindruckend sei es gewesen, auch wenn es manchmal ganz schön geschaukelt habe, sagt er.

Wer beim "Fly & Drive In" auf einen spontanen Rundflug mit der Junkers JU hofft, wird allerdings enttäuscht. Die Flüge sind bereits ein Jahr im Voraus ausgebucht. Mit anderen historischen Flugzeugen sind Rundflüge aber spontan möglich, so wie mit der Casa Bücker. Die "Tante Ju" hebt währenddessen schon wieder zu ihrem nächsten Rundflug ab.

Quelle: RP
 
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