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Mönchengladbach
11,3 Prozent mehr Ausländer leben in Mönchengladbach

Mönchengladbach. Die Zahl der Ausländer, die in Mönchengladbach leben, ist auf einen Höchststand geklettert. Insgesamt 37.297 Ausländer lebten zum Stichtag 31. Dezember 2015 in der Stadt.

Gegenüber 2014 ist das ein Zuwachs von 3778 Menschen oder um 11,3 Prozent, teilte das Statistische Landesamt it.NRW auf Grundlage von Daten aus dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestern mit. Landesweit betrug der Zuwachs im Durchschnitt 9,5 Prozent. Weil aber noch nicht alle Flüchtlinge, die im vergangenen Jahr zugewandert sind, von den Behörden erfasst wurden, dürfte die Zahl in Wirklichkeit noch höher liegen, mutmaßten die Statistiker des Landes.

Der Anteil an Ausländern an der Gesamtbevölkerung der Stadt kletterte auf 13,9 Prozent. Im Jahr 2014 waren es noch 12,6 Prozent gewesen. Mehr als die Hälfte aller Ausländer leben seit mindestens acht Jahren in Deutschland und könnten die deutsche Staatsbürgerschaft beantragen.

Das Ausländerzentralregister, aus dem die Daten stammen, listet auch genau auf, woher im vergangenen Jahr die Ausländer eingewandert sind. Insgesamt 663 Syrer kamen im vergangenen Jahr in Mönchengladbach an (Zuwachs um 171 Prozent auf jetzt 1050), vor allem Menschen, die vor dem Bürgerkrieg geflüchtet sind. Aus Afrika war der Zuwachs deutlich geringer (223 Menschen). Die Statistik zeigt aber auch, dass ein großer Teil der zugezogenen Ausländer gar nicht auf neue Asylbewerber zurückzuführen ist. Denn Menschen aus der Europäischen Union brauchen gar keinen Antrag auf Asyl zu stellen. Die Zahl an Ausländern in Mönchengladbach aus EU-Ländern wie Bulgarien (475 Zugezogene, jetzt 1418 insgesamt), Rumänien (468 Zugezogene, jetzt 1851) und Polen (430 Zugezogene, jetzt 3811 insgesamt) ist ebenfalls deutlich gewachsen.

(angr)
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