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Mönchengladbach
170 SMS-Jobs gehen von Hilden nach Düsseldorf, nicht nach Gladbach

Mönchengladbach: 170 SMS-Jobs gehen von Hilden nach Düsseldorf, nicht nach Gladbach
Der Inhaber der Firma SMS, Heinrich Weiss FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Mönchengladbach. Der Anlagenbauer schließt seinen Hildener Standort. Seit 2013 wurden 1200 Stellen gestrichen. Der angekündigte Neubau in Gladbach ist weiter kein Thema. Von Alexandra Rüttgen und Thorsten Breitkopf

Der Maschinen- und Anlagenbauer SMS Group schließt seinen Standort in Hilden schneller als geplant. Zurzeit arbeiten dort 170 Mitarbeiter. Die Hildener Arbeitsplätze werden nicht nach Mönchengladbach verlagert, wie ursprünglich vorgesehen, sondern nach Düsseldorf zum dortigen SMS-Standort an der Eduard-Schloemann-Straße. Die Änderung ist dem Umstand zu verdanken, dass die SMS-Unternehmensgruppe ihre Hauptverwaltung in Mönchengladbach nun doch nicht mehr neu bauen will. Diese Pläne verschwanden aufgrund der aktuellen Stahlkrise und des damit verbundenen Kostendrucks in der Schublade. Das berichtet Unternehmenssprecher Thomas Isajiw. Zugleich ist am Düsseldorfer Standort aufgrund des zurückliegenden Stellenabbaus bei der SMS-Unternehmensgruppe Platz frei geworden, den nun die Mitarbeiter aus Hilden belegen können. An allen Standorten in Deutschland hat die Firma zwischen 2013 und 2017 insgesamt 1200 Arbeitsplätze gestrichen - sozialverträglich, wie der Unternehmenssprecher betont, also über Fluktuation und ein Altersteilzeitmodell. Einen weiteren Stellenabbau werde es wegen des Umzugs nicht mehr geben, versichert SMS-Sprecher Isajiw.

Die SMS Group besteht unter dem Dach der SMS Holding GmbH aus einer Gruppe von international tätigen Unternehmen des Anlagen- und Maschinenbaus für die Verarbeitung von Stahl und Nicht-Eisen-Metallen. Alleineigentümer der SMS Group ist die Siemag Weiss GmbH & Co. KG, die Holding der Unternehmerfamilie Weiss. Deren Kopf ist Aufsichtsratschef Heinrich Weiss. Das Unternehmen befindet sich in einem tiefgreifenden Umbau. SMS leidet unter der weltweiten Überkapazität auf dem Stahlmarkt. Die Branche steckt in der Krise.

Quelle: RP
 
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